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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1932-01-01 · 1932 · page 54

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1932
Date
1932-01-01
Page
– (sequence 54)
Language
German
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…/2720904-2721063--50-2727334
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21 ״Man darf einen Textfehler erst nach langem Nachdenken und langer Untersuchung annehmen107“, und: ,,Es ist nie meine Art, Emendationen vorzunehmen108.“ * In einem Falle, wo ein Glossator zu Maimuni (s. oben S. 19 Anm. 99) einen Fehler annimmt, beweist RDbS, daß kein Fehler vorhegt. ״Jedoch werde ich zugeben, daß, falls sich ein Exemplar mit einer solchen Lesart findet, wir uns auf es verlassen und hiernach die Bücher korrigieren werden. Findet sich aber keine Änderung, so bleibt es bei dem, was ich sagte: keinen Fehler anzunehmen109.“ Wie genau RDbS diesbezüglich war, bezeugt folgende Stelle: ״Ich habe alle alten Exemplare (des Mischne Thora) untersucht, die hier in Ägypten, dem Regierungsbezirk des Herrn (= Maimuni), vorhanden sind, darunter auch ein Exemplar, von dem man behauptet, es sei nach einem von Maimuni selbst korrigierten Exemplar ausgebessert worden, welches heute in גוש חלב ist110.“ In einem anderen Falle, wo auch dieses korrigierte Exemplar dieselbe Lesart hat, lehnt er eine Emendation ab111. Nicht bloß primäre Quellen, wie Exemplare desselben Werkes, liefern ihm Beweise für die Richtigkeit oder Unrichtigkeit einer Emendation, sondern auch sekundäre Quellen — Zitate — sind für ihn maßgebend112. RDbS legt auch Gewicht auf eine Vergleichung mit dem Original in der Ursprache, um einen Fehler anzunehmen oder eine solche Annahme abzulehnen113. Somit sehen wir, daß die Textvergleichung bei RDbS eine große Rolle spielt. In einem solchen Falle, wo RDbS auf Grund einer Vergleichung einen Schreibfehler feststellt, lehnt er jeden Versuch, durch Interpretation die Schwierigkeit zu beseitigen, ab. ״Du sollst nicht auf die hören, welche einen Elephanten in ein 2108. Vgl. noch 2139, 2155, 2269, 2283, 2318, 1585, 1586, 1533, 1538, 1678, 2238, 1645, 1657, 1595, 1383, 815, 2080, VII N. 2, 1598, 1539, 1444 (Feststellung von Lesarten). 107 N. 295. Vgl. noch 1399, 1008. 108 N. 1493. Vgl. noch 1612, VII 56, 1547. 109 N. 1664. 0״ N. 1296. Vgl. noch 1382, 1567, 1407. m N. 1700. Vgl. noch 1698, 1527. 114 N. 1661, 1669, 1564. Vgl. auch 239, 1567. u* N. 238, 2102.

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