Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1932
- Date
- 1932-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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12 Seminars und der jüdischen Wissenschaft zählt. Zum 70. Geburtstag sprachen wir Herrn Rabbiner Dr. Benno Jacob und zu seinem 25jährigenAmtsjubiläum in Nürnberg Herrn Rabbiner Dr. Freudenthal unsere herzlichsten Glückwünsche aus. Ihrer unermüdlichen Arbeit auf dem Felde jüdischer Wissenschaft und ihrer hingebenden seelsorgerischen Arbeit gebührt auch unser herzlicher Dank. Herrn Chief-Rabbi Dr. I. H. H e r t z in London übermittelten wir zum 60. Geburtstage unsere herzlichsten Glückwünsche und dankten ihm für die führende Mitarbeit an der Förderung der Universität Jerusalem wie aller kulturellen Bestrebungen der Gesamt judenheit. Mit tiefem Schmerz beklagten wir den Heimgang unseres treuen Freundes, des Herrn Direktor Felix Sander, der seit Begründung des Vereins der Freunde des Seminars unermüdlich für die Erhaltung unserer Anstalt wirkte. In inniger Wehmut gedenken wir des Heimganges des Herrn Geheimrats Dr. C. S. Freund, der viele Jahre dem Kuratorium der Kommerzienrat Fraenckelschen Stiftungen angehört hat und stets mit treuem Herzen für unser Seminar eingetreten ist. In der Blüte der Jahre wurde seiner Familie, seiner Gemeinde und einem großen Kreise von Freunden und Verehrern Herr Rabbiner Dr. Arnold Lazarus in Frankfurt a. M. entrissen. Mit ganzer Hingabe seiner Persönlichkeit widmete er sich den seelsorgerischen Aufgaben seines rabbinischen Amtes. Sein segensreiches Wirken wird unvergessen bleiben. Mit der Welt jüdischer Wissenschaft beklagten wir den Heimgang des hochverehrten Herrn Prof. D. Simonsen aus Kopenhagen, den wir mit Stolz zu den Unsrigen zählen durften. Nach schwerer Krankheit wurde uns der Kurator der Kommerzienrat Fraenckelschen Stiftungen, Herr Prof. Dr. Carl Marcus, entrissen. Nachdem er Jahre hindurch dem Vorstand der Freunde unseres Seminars angehört hatte, trat er gemäß seiner tiefen Verbundenheit mit den religiösen und kulturellen Traditionen des Judentums in das Kuratorium der Fraenckelschen Stiftungen ein. War es ihm leider nur wenige Jahre vergönnt, seines Amtes zu walten, so hat er sich doch durch sein Wirken und seine Gesinnung ein dauerndes dankbares Gedenken gesichert. Und noch einen treuen Freund unsers Seminars haben wir verloren, Herrn HeymannDaniel, den Neffen unseres verewigten Seminarrabbiners Prof. Israel Le wy, der seit Jahrzehnten Freud und Leid mit uns geteilt hat und zu den ständigen Besuchern unserer Seminarsynagoge gehört hat. Wir werden ihm ein treues Andenken bewahren.