Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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13 danken, Leider war es diesem Verbände wegen der Knappheit seiner Mittel diesmal nicht möglich, die volle Summe einzustellen, die er in Aussicht genommen hatte. Um so mehr müssen wir die Er- Wartung aussprechen, daß auch die übrigen deutschen Landesverbände dem Vorbilde des Preußenverbandes folgen und unserem Seminar, das zwar in einer preußischen Gemeinde, aber durchaus nicht nur für preußische Gemeinden arbeitet, zur Aufbringung der immer steigenden Kosten verhelfen werden. Auch die ״Notgemeinschaft“, die wir gemeinsam mit der ״Hochschule für die Wissenschaft des Judentums" begründet haben (vgl. S. 25 des vorjährigen Berichtes), hat trotz der schlechten Wirtschaftslage manche Erfolge erzielt; wir danken den Spendern aufs herzlichste. Für die Gewährung von Stipendien an unsere Hörer danken wir dem Preußischen und dem Süddeutschen Landesverbände Jüdischer Gemeinden, den Synagogengemeinden Berlin, Beuthen O/S., Düsseldorf, Frankfurt a. M., M.־Gladbach und Offenbach, ferner der Großloge für Deutschland U. O. B. B. und mehreren ihrer Tochterlogen. Zu unserer Freude können wir feststellen, daß jetzt auch ausländische Gemeinden oder Gemeindeverbände Stipendien für die in ihnen beheimateten Hörer zu bewilligen beginnen. So hat der Oberste Rat jüdischer Gemeinden in Prag drei Hörem Stipendien zugesprochen, tun sich einen ausreichenden Nachwuchs für die Rabbinate der Tschechoslovakei zu sichern. Mehrere neueingetretene Hörer stehen mit polnischen Gemeinden in aussichtsreichen Verhandlungen. In der Tat wäre es bei der jetzigen Wirtschaftslage nicht zu rechtfertigen, wenn die Stipendien für solche Hörer, die im Ausland amtieren werden, ausschließlich aus deutschen Mitteln bestritten würden. Den opferbereiten Freunden, die uns die Erhaltung der ״Mensa academica“ und der Studentenhilfe (Frühstücks- und Abendtisch für besonders bedürftige Hörer) ermöglichen, sagen wir besten Dank. Folgenden Aufruf erließ der Verein Liwj ath-Chen im vergangenen Jahre: ״Der Verein Liwj ath-Chen, dessen Aufgabe es ist, hilfsbedürftigen Hörern des jüd.-theol. Seminars zu Breslau Stipendien und zinslose Darlehen zu gewähren, erstattet Bericht über seine Tätigkeit im Jahre 1928. Allen bisherigen Gönnern unseres Vereins sprechen wir unseren besten Dank für ihre edelmütige Unterstützung aus. Trotzdem