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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1927-01-01 · 1926 (1927) · page 4

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1926 (1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721043--003-2726619
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daher im Interesse der Fachwissenschaft, daß der mit gutem Erfolg gemachte Anfang bald auch durch die planmäßig bereits vorgezeichneten weiteren Untersuchungen zum endgültigen Ab- Schluß gebracht werde. Zur Disposition der Arbeit ist im allgemeinen zu bemerken, daß sich die innere Gliederung nicht plastisch genug abhebt, was die Uebersichtlichkeit der umfangreichen Arbeit (sie umfaßt beinah 150 Seiten) ziemlich erschwert. Die Bearbeitung ist keine ganz gleichmäßige. In der zweiten Hälfte scheint der Verfasser etwas rascher zu Werke gegangen zu sein, es ist daher in diesem Teile manches zu berichtigen. Auch in stilistischer Hinsicht ist an einigen Stellen manche Nachbesserung notwendig. Die Beseitigung der Mängel macht jedoch keine Schwierigkeiten. Ueberdies sind sie für die Theorie und den Bau der Arbeit belanglos. Die eingereichte Preisarbeit ist auch in ihrer gegenwärtigen Gestalt eine sehr wertvolle Leistung. Neben dem Zeugnis, das sie für den Fleiß und die Gewissenhaftigkeit des Verfassers ablegt, bedeutet sie für die Fachwissenschaft einen Schritt vorwärts. Die Arbeit verdient unbedingt die Zuerkennung des Preises. Als Verfasser der preisgekrönten Arbeit erwies sich der Hörer der Abteilung A Dr. Alexander Guttmann. Eine Veröffentlichung seiner Arbeit liegt, nach Ansicht des Dozentenkollegiums, im Interesse der Wissenschaft. Die zweite — ohne Kennwort eingereichte — Arbeit hat unbeschadet des großen Fleißes, den der Vf. auf sie verwandt hat, nicht den Wert einer selbständigen wissenschaftlichen Lösung. Es konnte ihr jedoch eine lobende Erwähnung zugesprochen werden. Als Verfasser ergab sich der Hörer der Abt. A stud. phil. David Ginsberg aus Tarnopol. Als Thema für den Manuel-Joel-Preis wurde die Aufgabe gestellt, Spinozas Verhältnis zum Judentum philosophie-geschichtlich oder systematisch zu untersuchen. Es ging eine Arbeit ohne Kennwort einf Die Arbeit ist über die Anfänge nicht hinausgediehen. Der Preis konnte ihr nicht zugebilligt werden. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Preisbewerbungen übernahm der Unterzeichnete den Vorsitz; sein Festvortrag hatte zum Thema : ״Die Grundlagen der jüdischen Tradition". Darauf erfolgte die Entlassung des Rabbinatskandidaten Dr. Max Grünewald durch den Seminarrabbiner Professor Dr. Guttmann. Herr Dr. Grüne wald verabschiedete sich von den Dozenten und Hörern des Seminars mit herzlichen Worten des Dankes

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