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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 6

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1925 (1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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IRI
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6 Ein herber Schlag traf das Seminar durch das Hinscheiden der Frau Emma Brann, geb. Fränkel, der feingebildeten, treuen׳ und verständnisvollen Lebensgefährtin unseres unvergeßlichen Kollegen Prof. Marcus Brann s. And. An ihrer Bahre gab Herr Dr. Ra bin dem Schmerze des Kollegiums tiefgefühlten Ausdruck. Ferner sprachen wir der Synagogengemeinde Breslau unser herzlichstes Beileid aus anläßlich des Hinscheidens ihres langjährigen Vorsitzenden, Herrn Eduard Sachs, sowie den Angehörigen der Witwe unseres Kurators, Frau Philippine Haber, anläßlich ihres Hinscheidens, und mußten der Familie des Herrn Israel Abrahams in London den Ausdruck unseres tiefen Schmerzes übermitteln anläßlich des schweren Verlustes, den die Wissen־ schaft des Judentums~durch das Hinsch^iden dieses verdienten Gelehrten erlitten hat. Im Berichtsjahre kehrte der Sterbetag des unvergeßlichen Direktors Dr. Frankel, der 6. Adar, zum 50. Male wieder. Mit Rücksicht hierauf wurde diesmal der Tag in besonders feierlicher Weise begangen, indem der akademischen Feier ein weiterer Rahmen gegeben wurde. Zu unserer Freude durften wir eine größere Anzahl ehemaliger Hörer unseres Seminars, sowie die Herren Rabbiner der Synagogengemeinde, soweit sie in Breslau anwesend waren, begrüßen. Herr Kurator Hans Kober gedachte der Bedeutung des Tages und des kurz zuvor erfolgten Heimganges des Reichspräsidenten Ebert. Sodann hielt Herr Dr. Albeck den wissenschaftlichen Vortrag über ,,Die Halachaforschung seit Frankel"; in sachkundiger und gemeinverständlicher Weise wußte er zu zeigen, daß die Forschung der letzten Generationen zwar über Frankels Ergebnisse herausgekommen ist, aber stets an seine grundlegenden Werke angeknüpft hat. Im Gottesdienste in der Seminarsynagoge wurde, wie alljährlich, der übrigen heimgegangenen Dozenten gedacht: am Peßachfeste des Direktors Dr. Lazarus und des Seminarrabbiners Dr. Horovitz, am Neujahrsfeste des Seminarrabbiners Professor Dr. Le w y, am Versöhnungstage des Professors Dr. G r a e t z , am Sukkotfeste des Professors Dr. Brann und am Chanukka der Dozenten Dr. Zuckermann und Dr. R o s i n. Die Predigten wurden teils vom Unterzeichneten gehalten, teils von den Hörem der Abteilung A Herren Dr. Prinz, Dr. Schorsch und Dr. Victor. Das Dozentenkollegium hat beschlossen, daß in Zukunft der Jahrzeitstag des sei. Stifters des Seminars, des Kommerzien-

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