Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1925 (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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5 lehrer in München, Herr Rabbiner Dr. L e v y in Nordhansen nach Bonn, Herr Dr. Krakauer, zweiter Rabbiner in Beuthen, zum Rabbiner in Osnabrück, Herr D r. R ü 1 f in Hamburg nach Bamberg. Ferner wurde Herr Dr. Kurt Wilhelm, der den Grund zu seiner rabbinischen Ausbildung an unserem Seminar gelegt, seine Studien am Jewish Theological Seminary in New York beendigt, sich aber mit dem Seminar stets in Verbindüng gehalten hat, als Landesrabbiner nach Braunschweig berufen. In das Berichtsjahr fallen zwei Ereignisse, die für das gesamte Judentum von großer Bedeutung sind und an denen das Seminar besonderen Anteil nimmt. Am 1. April 1925 wurde auf dem Skopüsberge bei Jerusalem die jüdische Universität eröffnet. Als älteste jüdische Hochschule hat das Seminar sowohl durch den Mund seines Seminarrabbiners wie auf drahtlichem Wege der neuen Pflegestätte der Wissenschaft seine herzlichen Wünsche entboten und spricht auch an dieser Stelle die Hoffnung aus, daß es ihr beschieden sei, in dem neu aufblühenden Lande der Väter die Aufgaben der Wissenschaft des Judentums in innigem, organischem Zusammenhang mit den allgemeinen Aufgaben wissenschaftlicher Forschung zu pflegen. Wenige Wochen später wurde der ״Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden“ begründet. In seinem Großen Rat ist das Seminar durch den Seminarrabbiner Herrn Prof. Dr. M. Guttmann vertreten; im ständigen Ausschuß arbeitet unser Kollege Herr Dr. R a b i n mit. Wir begrüßen aufs herzlichste diese Zusammenfassung jüdischer Kräfte, die sicherlich die Entfaltung jüdischen Lebens in kleinen und mittleren Gemeinden fördern und die Weiterentwicklung der Bildungsanstalten für Rabbiner und Lehrer erheblich erleichtern wird. Dem Hebrew Union College in Cincinnati konnten wir unseren herzlichen Glückwunsch anläßlich seines 50jährigen Bestehens auf drahtlichem Wege übermitteln. Möge sich das Band Schwesterlicher Zusammenarbeit der deutschen und der amerikanischen Schwesteranstalten mehr und mehr festigen! Unsere Glückwünsche konnten wir ferner aussprechen: unserem lieben Amtsgenossen Herrn Prof. Dr. B a n e t h in Berlin und unserem ehemaligen Hörer Herrn Oberrabbiner Dr. Ritter in Rotterdam anläßlich des 70. Geburtstages, Herrn Stadt- und Bezirksrabbiner Dr. P i n k u ß in Heidelberg und Herrn Rabbiner Dr. Schlesinger in St. Gallen anläßlich ihrer ,25jährigen Amtsjubiläen. Aber auch an schmerzlichen Ereignissen fehlte es nicht.