Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1931
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
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14 burgischen Krone33. Seine Bedeutung und seine Verdienste wurden allgemein erkannt. Diese Erkenntnis einigte Kaiser, Fürsten und Stände, die streitbaren Mächte in Stadt und Land, denen in gleicher Weise an der Einbeziehung Schlesiens in den Handel mit den Nachbarländern lag, und bewog sie, die Träger dieses Handels zu schützen34. Die Stellung Schlesiens in dem Konkurrenzkampf, den es auf dem Gebiete des Außenhandels mit den Handelszentren Sachsens35, Brandenburgs und — trotz des gemeinsamen Regimes- Schlesiens mit d. Osten voll u. ganz bewußt. Bei der Forderung d. Bestätigung ihres Handelsbevollmächtigten, d. großpoln. Schamnies Meyer Samuel, beruft sie sich auf ״die Kais. Vorsorge vor die Verstärckung u. Intention zur Emporbringung des Pobnisehen Commeicy“ und auf die kais. Bestimmung wegen ihrer offiziellen Vertretung durch einen großpoln. Schamines. Durch ihren starken Anteil an d. schles. Handel hätte sie ״dem kais. Aerario Publico u. Privat!s mit vielen Einu. Aussfuhren, da jährlich 4 biss 500 Persohnen nach Breslau negotyiren“, erheblichen Nutzen gebracht. Sollte ihnen ein ״accreditierter Mann zu ihren Negotiis“ nicht genehmigt werden, so drohen die Vertreter d. großpoln. Kaufmann״ Schaft zum öffentlichen Schaden ihren Handel mit Schlesien einzustellen. (Bresl. Staats-A. Rep. 16 F. Bresl. II 8 h, f. 19—21, undat. zw. 1731 u. 1733). 33 Ueber den Export nach Oesterreich vgl. Bericht d. Bresl. Kom~ inerzkollegs vom 31. 5. 1743, Bresl. Staats-A., Rep. 199 M. R. VI 12, 1,. s. H. Fechner, Der Zustand des schles. Handels etc., S. 215 Anm. 4. 34 Die fremden Juden aus Polen, Prag und Mähren wurden .,.favore Commercii“ während der Jahrmärkte vom Toleranzimpost befreit, K. O. A. Patent, Die Einrichtung u. Verpachtung d. jüd. Toleranzimposts betr. d. d. 21. 6. 1731, Sammlung Schles. Privil., T. II, N. CCLXXVIII, S. 730. Die Bresl. Kaufmannschaft wehrte sich gegen eine dauernde Niederlassung von jüd. Großkaufleuten in Schlesien, wollte aber die Mittlerrolle für die Handelsbeziehungen nach dem Osten erhalten. Dies ist bei dem Vorrang des Osthandels verständlich, vgl. hierzu H. Fechner, Wirtschaftsgesch. d. preuß. Prov. Schlesien etc., S. 5 ff.; ders., Die Handelsbeziehungen Preußens zu Oesterreich während d. provinz. Selbständigkeit Schlesiens, 1741—1806, Berl. 1886, S. 2 ff.; Friedr. v. Schroetter, Die schles. Wollenindustrie im 18. Jahrh., Forsch, z. brandenb. u. preuß. Gesch., 11. Band, 2. Hälfte, S. 140—142; A. Zimmer mann, Blüte u. Verfall d. Leinengewerbes in• Schlesien, Breslau 1885, S. 66 u. 70; C. Grünhagen, Schlesien in d. letzten Jahrzehnten d. Österreich. Herrschaftj 1707—1740, Ztschr. d. Ver. f. Gesch. u. Altertum Schlesiens, 1880, Bd. 15, Heft I. S. 54 f.; Eduard Cauer, Zur Geschichte der Breslauer Messe, in: Z. Gesch. u. Charakter. Fr. d. Gr., Bresl. 1883, S. 284, 300, 303 u. 310; F. H. Heller, Die Handelswege Inner- Deutschlands im 16., 17. u. 18. Jahrhundert etc., Dresd. 1884, S. 13, 19 f.,. 34, 39 u. 44. 35 In diesem Konkurrenzkampf wurde der polnische Jude als begehrter Handels mittler eitrigst umworben. Ueber die bevorzugte Stellung pol-