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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1924-01-01 · 1922 und 1923 (1924) · page 17

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1922 und 1923 (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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15 Stelle erhalten bleibe, und in jeder Weise bemüht sein, die wissenschaftliche Arbeit der Dozenten zu fördern. Schließlich gelte den gegenwärtigen und früheren Hörem des Seminars die Bitte, nie den Zusammenhang mit der Stätte, der sie ihre Ausbildung verdanken, zu verlieren und in ihren Wirkungskreisen auch dafür zu sorgen, daß das Seminar der erforderlichen Geldmittel nicht ermangele. Ein gemeinsamer Gottesdienst beendete diese Feier. Den engen Beziehungen der Kuratoren zu den Breslauer Bnai Brith-Logen ist es auch zu verdanken, daß diese Logen einen größeren Anteil an den Arbeiten des Seminars nehmen. So hat die Lessing- L o g e 200 Goldmark für wissenschaftliche Arbeiten der Dozenten gespendet, die Manuel j oel-Loge für eine Preisarbeit eines Hörers einen Manuel Joel-Logenpreis von 200 Goldmark ausgeschrieben, der erstmalig zum Geburtstage des Stifters am 27. 1. 25 zur Verteilung kommen soll. Ein Mitglied der Manuel Joel-Loge stiftete außerdem lOOGoldmark füreinen besonders eifrigen Hörer im abgelaufenen Jahre. Die Heinrich Graetz-Loge stiftete ebenfalls einen Preis von 200 Goldmark als Heinrich Graetz-Logenpreis, der gleichfalls am 27. 1. 25 erstmalig zur Verteilung kommt. Für diese hochherzigen Zuwendungen und das dadurch bewiesene Interesse sei den Logen auch an dieser Stelle der beste Dank ausgesprochen. Der Verein der Seminarfreunde hat auch in den letzten Jahren mit großer Tatkraft und bewundernswerter Ausdauer seine treue Fürsorge für den Bestand unserer Anstalt fortgesetzt. Viele neue Freunde wurden uns durch die aufopfernde Arbeit des Vereins zugeführt. Der Idealismus, den die führenden Männer des Vereins an den Tag legten, weckte in weiten Kreisen Begeisterung und rief erfreuliche Nachahmung hervor. Der langjährige Vorsitzende des Vereins, der mit jugendlichem Eifer unermüdlich für unsere Sache tätig war, Herr Kommerzienrat Sternberg, sah sich im letzten Jahr infolge des steten Wachsens der Aufgaben des Vereins gezwungen, den Vorsitz niederzulegen. Seine stete Arbeit gilt aber auch jetzt unserer Anstalt. Den Vorsitz übernahm Herr Justizrat Hirschberg. Einen unersetzlichen Verlust erlitt der Verein durch den frühen Heimgang des unvergeßlichen Max Asehner. Das Andenken dieses Mannes, der, wie wenige, Herz und Sinn hatte, für alles Große, Ideale und Ewige im Judentum, wird auch in unserer Mitte fortleben. An seiner Bahre gab Herr Dozent Dr. Lewkowitz dem tiefen Schmerze des Kollegiums Ausdruck. Alle großen Anstrengungen des Kuratoriums wie des Vereins der Seminarfreunde hätten es bei den in Deutschland obwaltenden

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