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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1924-01-01 · 1922 und 1923 (1924) · page 12

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1922 und 1923 (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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IRI
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In der Verwaltung des Seminars hat sich in der Berichtszeit ein wesentlicher Wandel vollzogen. Die Herren Geh. San.־Rat Dr. C. S. Freund, Stadtrat Dr. F. Milch und Privatdozeht Dr. S. Marek faßten den Entschluß, ihre Aemter als Kuratoren der Fraenckel'schen Stiftungen niederzulegen. Mit ihnen schieden die letzten Angehörigen derjenigen Familien aus der Verwaltung des Seminars aus, die seit seiner Begründung die Geschäfte geführt und sich große Verdienste um das Seminar erworben haben. Das Dozentenkollegium hat den scheidenden Kuratoren für die selbstlose Hingabe an die Aufgaben des Seminars, welche sie gerade in der schwierigsten Zeit der Anstalt bewiesen, und für die Unparteilichkeit, mit welcher sie die Freiheit der Wissenschaft hochgehalten, seinen herzlichen Dank ausgesprochen. An ihre Stelle traten am 21. Sept. 1923 auf Vorschlag des Vereins der Seminarfreunde die Herren Kaufmann Ludwig Laqueur, Kaufmann Siegbert Peiser und Rechtsanwalt und Notar Hans Kober.*) Die neuen Kuratoren sprachen den Wunsch aus, sich dem Dozentenkollegium offiziell vörzustellen. Es fand daher zu Beginn des laufenden Wintersemesters, am 26. Oktober 1923, in Gegenwart der Hörerschaft die Begrüßung durch das Dozentenkollegium statt. Der Vorsitzende, Professor Guttmann, hielt folgende Ansprache: Hochverehrtes Kuratorium! Nehmen Sie den innigsten Ausdruck herzlicher Begrüßung seitens des Dozentenkollegiums und der Hörerschaft zum neuen Amte, das Sie nun antreten. Nehmen Sie unsere besten, aus der Tiefe unserer Seele kommenden Glückwünsche zu den hohen und heiligen Aufgaben, die Sie mit der Würde des Kuratoriums auf sich genommen. Es ist die erste Begegnung zwischen den eine vollständige Einheit bildenden Gliedern des jüd.-theol. Seminars, zwischen Kuratoren, Dozenten und Hörern. Aeüßerlich ist diese Begegnung einfach und anspruchslos. Und doch ist sie von außerordentlicher Bedeutung: nicht nur als Grenzstein in der Geschichte der Anstalt, sondern auch, weil außerordentliche Zeiten dieser Wendung zugrunde liegen. Vor *) Kaufmann Ludwig Laqueur, geboren am 18. März 1876, Söhn des Kaufmanns Moritz Laqueur und seiner Ehefrau Henriette Laqueur geb. Kirschner. Kaufmann Siegbert Peiser, geboren am 29. August 1871, Sohn des Kaufmanns Hermann Peiser und seiner Ehefrau Ernestine Peiser geh. Laqueur. *• Rechtsanwalt und Notar H ans.K 0 ber, geboren am 1. Juni 1882, Sohn des Kaufmanns Emanuel Kober und seiner Ehefrau Cäcilie Kober geb. Wischnitz.

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