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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1922-01-01 · 1921 (1922) · page 9

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1921 (1922)
Date
1922-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721023--08-2726211
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9 Bezüglich einer weiteren überaus bedeutungsvollen Ein.- richtung, die wenige Tage vor Ausgabe unseres Berichtes getroffen wurde, begnügen wir uns mit einem kurzen Hinweis. Wir meinen die jüdisch -wissenschaftlichen Kurse für studierende Mitglieder von Jugendvereinen. Ihr Zweck ist, solchen jungen Leuten, welche die Führung und geistige Anregung der Jugendvereine übernehmen wollen, diejenige Schulung auf dem Gebiete der jüdischen Wissenschaft zu gewähren, deren sie zur Lösung jener Aufgaben bedürfen. Ueberdies soll solchen Studierenden, welche sich dem höheren Lehrfach widmen sollen, sei es in Deutschland, sei es an den neugegründeten jüdischen Lehranstalten im Osten, die Vorbereitung für die Erteilung hebräischen und Religionsunterrichtes gegeben werden. Es nehmen an den Kursen, um deren Vorbereitung sich Herr Dr. Rabin besonders bemüht hat, etwa 30 Mitglieder der Vereine: Blauweiß, Kameraden, Jeschurun, K. J. V. teil; es werden 15 Wochenstunden erteüt und zwar von den Dozenten des Seminars, den Herren Rabbinern Dr. Simonsohn und Dr. Sänger und dem Hörer des Oberkursus Herrn Reznikow. Einen eingehenden Bericht behalten wir uns für nächstes Jahr vor. Allein neben den neuen Aufgaben wird unsere wichtigste Pflicht, die Pflege der überlieferten Disziplinen in hergebrachter Weise keineswegs verabsäumt: Wenn das Geschlecht, auf welches die jüngere Rabbinergeneration zu wirken berufen ist, in weit stärkerem Maße als das vorige nach positiv jüdischer Belehrung Verlangen trägt, so ist die gründliche Durchbildung der theologischen Führer in allen jüdisch-wissenschaftlichen Fächern die unerläßliche Voraussetzung für eine gedeihliche Wirksamkeit. In klarer Erkenntnis dessen bemühen sich Lehrende und Lernende, den guten alten wissenschaftlichen Ruf unseres Seminars erneut zu Ehren zu bringen. Die wehmütige Erinnerung an die beiden in so kurzer Zeit uns entrissenen Meister beugt uns nicht nieder, sondern gibt uns Kraft zum Weiterbau an ihrem Werke. Bei der Gedächtnisfeier am 27. Januar 1921 hielt Herr Dr. Heinemann die Festrede über ״das Ideal der Heiligkeit im hellenistischen und im rabbinischen Judentum"; sie ist in erweiterter Form in der Zeitschrift ״Jeschurun" VIII (1921), Seite 99—120, erschienen. Herr Seminarrabbiner Dr. Horovitz s. A. übergab dem Kandidaten Herrn Dr. Albert Wolf das Rabbinatsdiplom; dieser dankte herzlichst •auch im Namen seines am Erscheinen verhinderten Kollegen, Rabbiner Julius Greilshe im er. Bei der diesjährigen Feier werden voraussichtlich

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