Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1920 (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
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daneben privatim Lektüre ausgewählter Abschnitte im arabischen Urtext (S.-S.) . . . Dr. Heinemann B Maimonides: s. III C. C Die Eeligionsphilosophie Kants und des Neukantianismus, mit Lektüre aus Kants ״Kritik der praktischen Vernunft■“ (S.-S.) und CoheDs ״Religion der Vernunft aus den Quellen des Judentums“ (W.-S.) .Dr. Lewkowitz V. Homiletik und Pädagogik: A Homiletische Uebungen und Lektüre mustergütiger Predigten .Dr. Heinemann B Lektüre aus Midrasch rabba (W.-S.) . . . Derselbe. C Methodik und Didaktik des Religionsunter- 1'ichts (S.-S.).Prof. Dr. Brann Auch in diesem Jahre hat der ״Hebräische Sprachverein“ unter Leitung des Hörers der Oberabteilung Herrn Klotz zwei Kurse (für Anfänger und für* Fortgeschrittene) zur Einführung in die neuhebräische Sprache und Literatur abgehalten. Mit besonderer Genugtuung verzeichnen wir den erfreulichen Fortschritt der auf die finanzielle Kräftigung des Seminars gerichteten Bestrebungen. Schon in Friedenszeiten reichten die für das Seminar verfügbaren Fonds der Kommerzienrat Fränckelsehen Stiftungen in keiner Weise für eine standesgemäße Honorierung der Dozenten und die Unterhaltung des Seminargebäudes aus. Zu Anfang des Krieges trat daher ein aus angesehenen Breslauer Gemeindemitgliedern aller religiösen Richtungen bestehender Ausschuß zusammen, dem es gelang, dem Kuratorium die Summe von 286 600 Mark (davon 100 000 Mark Beitrag der Synagogengemeinde Breslau) zu überweisen. Dieser Fonds hätte ausgereicht, um den Dozenten etwa die (auf Friedenswährung aufgebauten) Gehälter der akademisch gebildeten Staatsbeamten zu gewähren und einen kleinen Betrag für den späteren Umbau zurückzustellen. Inzwischen aber kam der wirtschaftliche Zusammenbruch unseres unglücklichen Vaterlandes, der zu allgemeiner Teuerung und naturgemäß zu völliger Neuordnung der Beamtengehälter führte. In der Erkenntnis, daß die wirtschaftliche Gleichstellung der Bildner unserer Rabbiner mit anderen Beamten gleicher Vorbildung zugleich eine Ehrenpflicht des deutschen Judentums darstellt, zugleich die unerläßliehe Voraussetzung für die Gewinnung und Erhaltung tüchtiger Lehrkräfte bedeutet, gründeten die Mitglieder des Sammelaus- Schusses am 24. Oktober 1920 den ״Verein der Freunde des jüdisch-theologischen Seminars“, der sich zur Aufgabe gestellt hat, durch Sammlung von Fonds und von Jahresbeiträgen dem Kuratorium der Fränckelschen Stiftungen die angemessene Ausstattung der Lehrstühle und — sobald diese durchgeführt ist — die dringend erwünschten baulichen Veränderungen zu ermöglichen. Bisher sind dem Verein 232 264,90 Mark an einmaligen Beiträgen und 31540 Mark an Jahresbeiträgen XXIX