Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1919 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 59)
- Language
- German
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4 Doch Sie waren mehr als Lehrer. Ihre väterliche Fürsorge hat unsere Hörer weit über ihre Studienzeit hinaus geleitet. Sie haben die kostbaren Schätze unserer Bücher- Sammlung sorgsam gehütet und den Ausbau ihrer neueren Bestände planmäßig gefördert. Und wo es galt, den Geist des Seminars darzustellen in seinen geschichtlichen Leistungen oder neu sich entfalten zu lassen im Einklang mit den Ansprüchen der Zeit, stets fand er in Ihnen einen beredten Wortführer, der wurzelfeste Treue zur Vergangenheit zu verbinden wußte mit offenem Auge für die Anforderungen der Gegenwart. So grüßen wir Sie denn, verehrter Herr Professor, mit Worten des Dankes und der Hoffnung. Möge es Ihnen durch die Gnade des Allgütigen vergönnt sein, noch lange Jahre in ungetrübter Frische als der Träger der großen Ueberlieferungen unserer Anstalt in unserer Mitte zu walten, damit ihrer ruhmreichen Geschichte eine würdige Zukunft entsprechen möge. Breslau, den 9. Juli 1919. Das Lehrer-Kollegium des jüdisch-theologischen Seminars (Fraenckel'sche Stiftung). Das Kuratorium der Fraenckelschen Stiftungen, die Verwaltungsbehörden der hiesigen Synagogen-Gemeinde, der Vorstand des Gemeinde-Verbandes Breslau-Liegnitz, die Vorstände zahlreicher hiesiger und auswärtiger jüdischer Körperschaften, darunter besonders der Vorstand der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, der eine von den Herrn Prof. Dr. Elbogen und Prof. Dr. Freimann herausgegebene Festhummer der ״Monatsschrift für die Geschichte der Wissenschaft des Judentums“ übergab, sowie weite Kreise des deutschen Judentums sprachen dem Jubilar ihre Glückwünsche aus und überreichten Adressen. Die Hörerschaft des Seminars veranstaltete zu Ehren ihres Lehrers am Abend des 9. Juli einen Festkommers. Am 28. Dezember beging Herr Rabbiner Dr. Theodor in Bojanowo seinen 70. Geburtstag. Herr Prof. Dr. Brann überbrachte dem Jubilar, einem ehemaligen Hörer des Seminars, die Glückwünsche des Lehrerkollegiums.