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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1918-01-01 · 1917 (1918) · page 19

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1917 (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721031--18-2726036
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5 Hälfte seines ruhmreichen Lebens galt bekanntlich der tatkräftigen Mitarbeit an der Entwicklung und dem Wachstum unserer Anstalt. Aus äußeren Gründen hat die Feier erst am 21. November stattfinden können. Zahlreiche Gäste, darunter die Familienangehörigen des gefeierten Mannes, waren der Einladung des Kuratoriums gefolgt. Die Festrede hielt der Unterzeichnete. Sie ist in der Festnummer der ״Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“, von der Zacharias Frankel, deren Begründer, achtzehn und H. Graetz neunzehn Jahrgänge herausgegeben hat, im Druck erschienen. Beiträge dazu lieferten ferner die Herren Rabbiner Prof. Dr. Bloch in Posen, Geheimrat Prof. Dr. Cohen in Berlin, Oberrabbiner Dr. Güdemann in Wien, Rabbiner Prof. Dr. Porges in Leipzig, Rektor Prof. Dr. Schwarz in Wien und Rabbiner Dr. Treitel in Laupheim, allesamt dereinst Schüler des gefeierten Meisters und seit Jahrzehnten Mitarbeiter an der Zeitschrift, die noch heute erscheint. Außerdem ist zur Geschichte des Seminars aus dem Jahre 1917 noch Folgendes zu berichten: Am 28. Januar wurde nachträglich der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs und der gleichzeitige Sterbetag des Stifters in üblicher Weise gefeiert. Die Festrede hielt der Seminar-Rabbiner Prof. Dr. Lewy s. A. Hieran schloß sich die feierliche Entlassung der Herren Kandidaten DDr. S. M. Ochs und M. Schüftan unter Überreichung der Rabbinats-Diplome durch den Herrn Seminar-Rabbiner, worauf Herr Dr. Schüftan Abschiedsworte an seine Lehrer und Studiengenossen richtete. Die Anzahl der Hörer ist die gleiche wie im vorigen Jahre geblieben. Zehn Kommilitonen stehen gegenwärtig unter den Fahnen. Zur Bewerbung um den Joseph Lehmannschen Preis ist wiederholt die Aufgabe gestellt worden: ״Es soll die Lehre über die Willensfreiheit in ihrer systematischen Bedeutung mit besonderer Berücksichtigung der Philosophie Hermann Cohens untersucht werden“. Eine Bewerbung liegt nicht vor. Zur Bewerbung um den Dr. David Rosinschen Preis sollen ״neue Untersuchungen über die Chronologie der gaonäischen Zeit“ angestellt werden. Der Termin zur Bewerbung läuft am 31. Juli 1918 ab.

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