Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1916 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- – (sequence 75)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2720904-2721033--74-2726007- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Am 13. Februar beging das Seminar in der hergebrachten Weise die Gedächtnisfeier für den verewigten Direktor Dr. Z. Frankel. Die Gedenkrede hielt Herr J. Greislheimer. Am 25. April, dem letzten Tage des Peßachfestes, wurde in der Predigt das Andenken des seligen Direktors Dr. Lazarus besonders hervorgehoben. Die Predigt hielt Herr Dr. Pincus. Am 19. Oktober, dem vorletzten Tag des Suekotfestes, wurde in der Predigt das Andenken des Seminarrabbiners D1*. D. Joel und des Prof. D1*. Graetz besonders hervor» gehoben. Die Predigt hielt Herr Dr. D. Keilhaus. Ebenso wurde am 23. Dezember, am Sabbat des Chanuekafestes, in der Predigt das Andenken der verewigten Dozenten Dr. Zuckermann und Dr. Eosin besonders hervorgehoben. Die Predigt hielt ebenfalls Herr Dr. Kellhaus. Außer den bereits in früheren Jahresberichten erwähnten aus dem Seminar hervorgegangenen sieben Feldrabbinern sind in diesem Jahre noch Herr Dr. Arnold Lazarus, Eabbiner in Frankfurt a. M., und Herr Dr. Paul Lazarus, Eabbiner in Essen, zu Feldrabbinern ernannt worden. Der ehemalige Hörer unseres Seminars, Herr Dr. E. Lewin, der bereits mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet worden war, erhielt noch das Bitterkreuz des Albrechtordens I. Klasse mit Schwertern. Das Lehrerkollegium hat den aus unserem Seminar hervorgegangenen bedeutenden Gelehrten und Forschern, die sich besonders um die talmudische Wissenschaft hohe Verdienste erworben haben, dein Herrn Eabbiner M. S. Zuckermandl anläßlich der Feier.seines achtzigsten Geburtstages und Herrn Sektor Prof. Dr. A. Schwarz anläßlich der Feier seines siebzigsten Geburtstages, sowie dem leider inzwischen früh heimgegangenen, um die deutsche Judenheit und die Förderung der jüdischen Wissenschaft hochverdienten Prof. Dr. M. Philippson zu seinem siebzigsten Geburtstage herzliche Glückwünsche übersandt. Ebenso hat das Lehrerkollegium dem leider inzwischen verstorbenen Herrn Dr. W. Münz, Eabbiner in Gleiwitz, wegen seiner unermüdlichen Fürsorge für das materielle Wohl bedürftiger Seminaristen ausnahmsweise zu seinem sechszigsten Geburtstage die besten Glückwünsche gesandt. Am 3. Dezember ging die Trauernachricht ein, daß der aus dem Seminar hervorgegangene, dem Lehrerkollegium