Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1916 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- – (sequence 74)
- Language
- German
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Kreisen durch Darstellungen der jüdischen Geschichte für die Bedeutung des Judentums, unserer Beligion und Geschichte Verständnis und Liebe zu erwecken. Mit herzlichem Dank für die uns stets bewiesene Kollegialität und die reiche Förderung, die unsere Hörer durch Sie erfuhren, wünschen wir, daß Ihnen eine weitere lange, erfolgreiche Tätigkeit beschieden sein möge zum Segen unserer Anstalt und des Judentums. Breslau, 5. November 1916. Das Lehrer-Kollegium des jüdisch-theologischen Seminars. (Kommerzienrat Fraenckel’sche Stiftung.) Hierauf erfolgten Ansprachen von Vertretern des hiesigen Rabbinats, des Vorstandes und der Repräsentantenversammlung, der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, des Rabbinerverbandes, des Vereins jüdischer Lehrer in Schlesien und Posen, dessen Vorsitzender der Jubilar ist, der Industrieschule, der hiesigen Loge und des Vereins für jüdische G(1schichte und Literatur und vieler anderer Vereine. Außerdem gingen bei den vielfachen Beziehungen, die der Jubilar zu Vereinen und Privatpersonen besitzt, zahlreiche briefliche und telegraphische Glückwünsche von nah und fern ein. Von einer ferneren Feier mußte infolge der ernsten Zeit, in der ־wir leben, Abstand genommen werden. Das Seminar zählt gegenwärtig 17 Hörer. Neu eingetreten ist Herr Leo Glück aus Ung.-Brod. Zur Bewerbung um den Joseph Lehmann’schen Preis war das Thema gestellt : ״Es soll die Lehre der Willensfreiheit in ihrer systematischen Bedeutung untersucht werden mit besonderer Berücksichtigung der Philosophie Hermann Cohens.“ Eine Bearbeitung ist nicht eingegangen. Im Laufe dieses Jahres sind in Aemter berufen worden: Herr Dr. H. Krakauer als Religionslehrer in Beuthen O/S., Herr Dr. Ochs als Rabbinatsverweser in Gleiwitz und Herr Dr. S. Pincus als Religionslehrer in Aachen. Von ehemaligen Hörern des Seminars ist Herr Dr. A. Loewenstamm, bisher Rabbiner in Pleß, als Rabbiner nach Spandau berufen worden. Außerdem ist zur Geschichte des Seminars im abgelaufenen Studienjahre noch Nachstehendes zu berichten: