Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1916 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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— 206 Strelüenx), Striegau* 2), Trebnitz 3), Troppau4), ITjest 5), Poln.-Wartenberg6), Weidenau7), Ziegenhals8) und Zülz9). Aber der Haß ist ihnen nachgewandert und hat ihrer Hände Werk vernichtet. Da sie vom Ackerbau, vom Handwerk und vom Warenhandel nach den mittel alterliehen Rechtsgrundsätzen ausgeschlossen waren, fiel ihnen der Geldhandel als einzige Erwerbsquelle zu. Das Gold, das sie daraus schöpften, war ihr Verhängnis. Es war immer wieder der Anlaß zu ihrer Austreibung, und golden waren meist die Waffen, mit denen sie sich Haus und Herd zurückeroberten. Gewinnsucht und Krämerneid haßte ihren Wettbewerb, und dieselbe Gewinnsucht lockte sie stets von neuem zur Förderung von Handel und Gewerbe herbei und sicherte ihnen ein vorübergehendes Wohnrecht. Kur in Glogau und Zülz durften sie jetzt noch bleiben. In Zülz schützte sie die Grundherrschaft, weü sie die Einkünfte aus ihren Steuern nicht entbehren mochte. In Glogau gewann der eine und der andere das Wohlwollen des Landeshauptmanns und allmählich immer weiter ausgedehnte Handelsprivilegien. 1. Die Glogauer Gemeinde. Kaiser Rudolph II. gab dem Juden Benedikt Israel 10) am 30. Juli 1598 die Bewilligung, im Fürstentum Glogau ״an orth und Enden, Städten, Märckten, Flecken, nach er- ף S. 26, 29, 30, 45, 65, 92, 94, 107, 109, 110, 136, 151, 183. XIX, XXII, XXV, XLI, XLII, XLIII, XLVI, LI, LXIII. ף S. 8, 25, 26, 30, 33, 34, 44, 56, 68, 69, 71, 95, 120, 125, 126, 129, 132, 137, 139, 151. XXIII, XXXIV, XLI, LXI. 3) S. 26, 66, 124, 145. XXXI, XXXVIU. 4) S. 18, 25, 26, 29, 34, 37, 41, 67, 90, 110, 149, 150, 155, 160. V, XXX, XXXIII, XXXIV, LXXVIII. 5) Vgl. BDA NN 9 de anno 1357. ף S. 27, 140. 7) S. 91, LVIII, LIX, vgl. BDA NN 9 de anno 1357. 8) Vgl. BDA NN 9 de anno 1357. 9) S. 177, 182, 186, 188, 189. 10) So ist der Name bei Berndt S. 17 und oben S. 190 zu berichtige». In der einschlägigen hebräisch geschriebenen Literatur habe ich bisher niemanden nacliweisen können, mit dem er bestimmt zu identifizieren wäre. Ob er etwa ein Enkel des Bendix Rabbi von Oppeln oder des 11.