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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 81

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 81)
Language
German
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IRI
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4 Am 8. März beging das Seminar die Gedächtnisfeier für den verewigten Direktor Dr. Z. Frankel. Die Gedenkrede hielt Herr Dr. Obstler. Am 20. April, dem letzten Tage des Passahfestes, wurde in der Predigt das Andenken des sei. Direktors Dr. Lazarus besonders hervorgehoben. Die Predigt hielt Herr Dr. Lewin. Am 1. Oktober legte Herr Prof. Dr. Lewy laut § 3 des Regulativs den Vorsitz nieder, worauf ihn der Unterzeichnete übernahm. Am 9. Oktober, dem Versöhnungstage, wurde in der Predigt das Andenken des Seminarrabbiners Dr. Joel und des Professors Dr. Graetz s. A. besonders gefeiert. Die Predigt hielt Herr cand. phil. H. Krakauer. ־ Am 16. Dezember wurde in der Predigt das Andenken des sei. Dr. Zuckermann und des sei. Dr. Ros in hervorgehoben. Herr Dr. Lazarus hielt die Predigt. Die ernste Arbeit des Jahres unterbrach am 5• Februar die Feier eines freudigen Ereignisses, des siebzigsten Geburtstages des ältesten Mitgliedes unseres Lehrkörpers, des Herrn Seminarrabbiners Prof. Dr. Lewy. Schon etliche Monate vorher traten Kollegen, Schüler, Verehrer und Freunde des Jubilars zusammen und beschlossen, ihm durch die Ueberreichung einer Sammelschrift wissenschaftlicher Arbeiten eine besondere Ehrung zu erweisen. Die freudige Zustimmung, die die Anregung fand, legt Zeugnis davon ab, wieviel die Wissenschaft des Judentums dem Jubilar verdankt, und wie grossen Einfluss er im Verlauf seines der Forschung gewidmeten Lebens auf sie ausgeübt hat. Die Feier des Tages begann um 11 Uhr vormittags mit der Ueberreichung der Glück- Wunschadressen des Kuratoriums der Fraenckelsehen Stiftungen und des Lehrerkollegiums. Das Kuratorium erhöhte das Grundkapital der anlässlich des 25jährigen Amtsjubiläums des Herrn Prof. Lewy ins Leben gerufenen Lewy-Stiftung um eine namhafte Summe. Die Adresse des Lehrerkollegiums hatte folgenden Wortlaut: Hochverehrter Herr Professor! An dem Tage, an dem sieben Jahrzehnte eines an ernster Arbeit reichen Lebens von Ihnen zurückgelegt sind, begrüssen wir Sie, das älteste Mitglied unseres Kollegiums und unseren derzeitigen Vorsitzenden, mit inniger Teilnahme und Freude. Wir verehren in Ihnen den unermüdlichen und begeisterten Verbreiter halachischen Wissens, den anerkannten Meister, der mit durchdringendem Scharfsinn und tiefgründigem Forscherblick weite dunkle Gebiete des

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