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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 77

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 77)
Language
German
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IRI
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285 desselben Individuums gesprochen werden, das vorübergehend den Sinnen entrückt war und wiederum in die Erscheinung zurückkehre. Auch dieser Fall erscheint unmöglich und der Erfahrung widersprechend.173) So fremdartig uns die letzte Beweisführung erscheinen magr so dürfen wir nicht vergessen, dass die Seelenwanderung eine weitverbreitete Lehre war, und dass kein Geringerer als Plato als deren Anhänger galt. Wir müssen es daher nur anerkennen, wenn Ibn Daud es sich angelegen sein lässt, diese phantastische Lehre mit Vernunftgründen zu widerlegen, und sie sozusagen nach allen Seiten dreht und wendet, um ihre Absurdität recht handgreiflich vor Augen zu führen. Der historische Massstab ist es, den wir auch sonst an die Ausführungen lbn Dauds anlegen müssen, wenn wir ihm gerecht werden wollen. Auf eine Kritik seiner Ansichten im Einzelnen brauchen wir uns nicht einzulassen. Seine Einwürfe gegen die materialistische Seelenlehre haben einen berechtigten Kern und decken sich zum Teil mit den Argumenten, die noch heute gegen den Materialismus ins Treffen geführt werden. Dass hingegen seine Sinnespsychologie heute veraltet ist, braucht kaum hervorgehoben zu werden. Für die Beurteilung seiner Leistung kommt für uns jedoch weder das eine noch das andere in erster Reihe in Betracht. Wir haben in Ibn Daud einen konsequenten Vertreter der aristotelischen Richtung vorführen wollen, und als solcher kann er unzweifelhaft gelten. Er stellt sich ganz auf den Standpunkt der arabischen Aristoteliker und ist ein entschiedener Gegner Gabirols, in welchem die entgegengesetzte Richtung des Neuplatonismus am schärfsten ausgeprägt ist. Das gilt von der Philosophie Ibn Dauds im allgemeinen, wie auch von seiner Psychologie im besonderen, wo er überall, wo es sich um 173) Em. r., s. 39: אמנם במול הגלגול אומר אמכם אם דדה לאיש הנפש הראוי במזגו וכר ועוד ואת הנפש אשר כבר נפרדה מגשש וכר ואם היה אמנם [H. [הראויה לו זה הנפש [H.לבד ולא תהיה ראוי [ראויה [H.הניע לו הנפש המוסרת מאיש אחד [אחר בעינה עד שירדה המזג גי״ב הוא הוא הכה לא יאמר ההעתק וכר אבל יאמר יחזור היא הוא בעינו וכר. In diesem Text ist nach ולא תהיה ראייה לו זאת הנפש eine Lücke, den» der Nachsatz passt nicht zum Vordersatz. Der Text muss ergänzt werden in dem Sinne, wie wir es in der Wiedergabe getan haben. Zum Gedanken vgl. Ibn Sina bei Sahr. II, S. 425: Lugj 13) q-XJ) q) qjO qvXo SjX« Lmjü jyaJI CT* 313 ^3 1013 sS '0^0 5],י^ C5^ *־■? q) JJ3Ü lol g^L0dl3 qLwJÜ, Vgl. oben S. 69 u. S. 73, A. 142.

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