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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1910-01-01 · 1910 · page 50

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1910
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 50)
Language
German
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IRI
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197 ist es wichtig, das in Erinnerung zu bringen.44 Nach dem Vorbild der grossen Meister hat darum auch R. Benjamin diesen Weg der Belehrung eingeschlagen. Er schrieb sein סדר מצרת הנשי□״“, ein sehr schön Frauen-BüchleiiPX ״aber nit wie allerhand teutsche Büchlein mit Geschichte oder Historie zu leienen, sondern gar dienlich zu der נשמה [Seele] in alle דינים [Vorschriften], wie sich eine fromme Frau in ihre Gebote . . . verhalten soll.“ Selbstverständlich sind darin mit erschöpfender Gründlichkeit, und dabei doch mit Ernst, Anmuth und Herzlichkeit die unentbehrlichen halachischen Regeln über Niddah, Challah und Hadlakah vorgetragen. Aber mit der Wiedergabe des immerhin trockenen Materials hat sich R. Benjamin keineswegs begnügt. Er hat vielmehr ein wahres Schatzkästlein sittlicher Belehrungen über Herzenseinfalt, Keuschheit, Kindererziehung und die Grundlagen ehelichen Friedens und häuslichen Glückes hinzugefügt. Statt aller Auseinandersetzungen hier einige knappe Proben: ״Libe tochter1), du must gedenken zu loben den allmechtigen Got יתברך שמו [dessen Name gepriesen sei]f der dir das leben hat geben, un’ der dich un’ deine Kinder tut Steinschneider, Allgem. Einleit, in die jüd. Litteratur des Mittelalters in der JOB. XV, 215 ff. XVII, 552 f., 577. *) So lautet der Titel der ersten Ausgabe, die in Krakau 1577, 4 erschienen ist (St. C. B. 451S, 3). In späteren Ausgaben — Steinschneider, a. a. O., zählt deren sechs bis 1714 auf — steht statt dessen ספרי מצרת נשים (Dessau 1699 jund Frankfurt a. M. 1714) oder הנשים (Frankfurt a. M. 1768 und Fürth 1776) und in beiden letzteren noch dazu der oben im Text im Auszug mitgetheilte weitere Zusatz. Die späteren Herausgeber scheinen sich Kürzungen und Erweiterungen erlaubt zu haben, deren Umfang im Einzelnen nur durch genaue Vergleichung der Ausgaben festgestellt werden könnte. Ich habe mir ausser der italienischen Uebersetzung nur vier meist jüngere Auflagen, die zu einer solchen Vergleichung nicht ausreichen, verschaffen können. Wie grosse Verwirrung über den Charakter des Buches selbst und sein Verhältniss zu dem älteren מצרת הנשים (Venedig, i552, 8) und zu dem jüngeren Weiberbuch des Schmelke b. Chajjim aus Prag herrscht, kann man z. B. aus den zahlreichen falschen und widerspruchsvollen Angaben sonst so zuverlässiger Bibliographen wie Benjakob (OS. 2053—2049 מ, D HO, 128 ר) und Michael (Nr. 595) ersehen, vgl. die Bemerkung Stein- Schneiders zu OS. 128 ו. Nach den Mittheilungen Steinschneiders über die Auslassungen in der mir nicht zugänglichen ed. Dessau (St. C. B. 4543, 7) möchte ich annehmen, dass die mir vorliegenden jüngeren Ausgaben (darunter auch Frankfurt a. M. 1768 und Fürth 1776) Neudrucke der Dessauer Ausgabe sind. Die Baseler Ausgabe und die italienische Uebersetzung scheinen die ganze editio princeps wiederzugeben und deren Einteilung in 139 kurze Kapitel zu folgen. Nur in der Numerirung weichen beide hin und wieder um eine Ziffer von

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