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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1909-01-01 · 1909 · page 98

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1909
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 98)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721021--097-2725502
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6 Dworzan aus Laupheim (Württemberg) und Hugo Krakauer aus Breslau. Von ehemaligen Zöglingen des Seminars sind folgende in neue Aemter berufen worden: Herr Dr. H. Schreiber zum Rabbiner in Potsdam, Herr Dr. A. Kober zum Bezirksrabbiner in Wiesbaden und Herr Dr. S. Behrens zum Rabbiner in Göttingen. Ausserdem ist zur Geschichte des Seminars im abgelaufenen Studienjahre Nachstehendes zu berichten: Am 28. Januar drückte das Lehrerkollegium dem Vorstande der Kultusgemeinde in Hermanmiestec (Böhmen) sein Beileid anlässlieh des Ablebens des Rabbiners Dr. Nehemias Kronberg, der ein Hörer unserer Anstalt gewesen ist, aus. Am 4. Februar wurde die Akademie für die Wissenschaft des Judentums in St. Petersburg eröffnet. Das Lehrerkollegium beglückwünschte den Rektor und das Kuratorium dieser Anstalt zu dem bedeutungsvollen Ereignis. Am 10. Februar beging das Seminar die Gedächtnisfeier für den verewigten Direktor Dr. Z. Frankel. Die Gedächtnisrede hielt Herr Dr. de Haas. Ein besonderer Freudentag für unsere Anstalt war der 1. April. An diesem Tage feierte der Senior unseres Kollegiums, Herr Prof. Dr. Lewy, das Jubiläum seiner fünfundzwanzigjährigen Amtstätigkeit als Seminarrabbiner. Um 11 Uhr vormittags begann das Fest mit der Ueberreichung der Glückwunschadressen des Kuratoriums der Fränckelschen Stiftungen und des Lehrerkollegiums. Die Adresse des Lehrerkollegiums hatte folgenden Wortlaut: Hochgeehrter Herr Kollege! Mit aufrichtiger Freude begrüssen wir Sie an dem heutigen Jubeltage, an dem Sie mit dem Gefühl der Genugtuung auf eine fünfundzwanzigjährige gesegnete, an innerer Befriedigung und bleibenden Erfolgen reiche Lehrtätigkeit an unserer Anstalt zurückblicken dürfen. Durch die Gnade Gottes war es Ihnen vergönnt, zahlreichen Jüngern der Theologie ein Lehrer und Wegweiser auf dem umfassenden Gebiete des Talmud zu sein, ihnen durch Ihre klare, scharfsinnige und tief eindringende Lehr weise neue Bahnen zu erschliessen und sie mit dem Geiste des Wissens und der Gottesfurcht für ihren künftigen Beruf auszurüsten, auf dass sie die ewigen und unvergänglichen Wahrheiten unseres väterliehen Glaubens mit unverbrüchlicher Treue festhalten. Und wie Sie Ihren Schülern stets ein Muster und Vorbild ernster wissenschaftlicher Forschung gewesen sind, so haben Sie durch Ihre an Gründlichkeit, Tiefe und Umfang des Wissens unvergleichlichen Werke über den Kreis Ihrer Jünger-

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