Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 95)
- Language
- German
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as jüdisch-theologische Seminar begeht am 27. Januar zum fünfundfünfzigsten Male die Gedächtnisfeier für seinen Stifter, den verewigten Kommerzienrat Jonas Fränckel. Anlässlich dieser Feier sollen die Herren Kandidaten DDr. Auerbach, Kahlberg, Alfr. Levy und Steckelmacher, nachdem sie die theologisch-wissenschaftliche und die talmudisch-rabbinische Prüfung bestanden haben, als Rabbiner entlassen werden. Im verflossenen Jahre wurde am 27. Januar, dem Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers und Königs und dem gleichzeitigen Sterbetage des Stifters, die Doppelfeier in üblicherweise begangen. Die Fest- und Gedenkrede hielt Herr Prof. Dr. Lewy. Daran schloss sich die feierliche Entlassung der Herren Kandidaten DDr. Ludwig Golinski, Bruno Italiener und Hermann Schreiber unter Ueberreichung des Rabbinatsdiploms durch den Seminarrabbiner, worauf Herr Dr. Schreiber Abschiedsworte an seine Lehrer und Studiengenossen richtete. Zur Bewerbung um den Joseph Lehmann’schen Preis war zum zweiten Male das Thema: ״Untersuchung des Targum scheni zu Esther auf seine Quellen״ gestellt. Eine Arbeit mit dem Motto (Deut. 32, 7) 'זכור ימות עולם וגו war eingegangen. Das Urteil darüber lautete wie folgt: Die Abhandlung zerfällt in einen allgemeinen und in einen besonderen Teil. Im ersten Teile bespricht der Verfasser zuerst kurz den Charakter der Uebersetzung (S. 3) und handelt dann nacheinander über deren׳ Verhältnis zum Midrasch Abba Gorion (S. 6), zum M. Panim acherim (S. 3), zum Targum rischon (S. 17), und zu den Pirke di R. Elieser (S. 25) und stellt schliesslich das Ergebnis seiner Untersuchungen fest. In dem ungleich umfangreicheren zweiten Teil (S. 29—90) bemüht sich dann der Verfasser, die Quellen des Targumisten für nahezu jeden einzelnen Vers des Buches Esther nachzuweisen. Was zunächst den Eindruck der ganzen Arbeit angeht, so muss rückhaltslos anerkannt werden, dass der Verfasser mit lobens-