Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2720904-2721021--010-2725415- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
11 im Gegenteil, wir sehen in der zweiten Behauptung eine Konsequenz der ersten. Sind nämlich die Accidenzen Körper, so erscheint der Unterschied zwischen Substanz und Accidenz aufgehoben, man kann nicht mehr von einem den Accidenzen zugründe liegenden Substrat sprechen, sondern der Körper ist dann weiter nichts, als die Vereinigung und Totalität der Accidenzen. Indem N. diese Konsequenz aus seiner Lehre zog, hat er sozusagen dem Einwand Plutarchs vorgebeugt, der den Stoikern vorwirft, dass sie einerseits eine Hyle den Qualitäten als Substrat zugrunde legen, während sie auf der anderen Seite die Accidenzen als Substanzen und Körper erklären1). Seinem materialistischen Standpunkt gemäss erklärt N. weiter, dass der Geist nichts anders sei, als ein feiner Körper, der mit dem Leibe verflochten und ihn in allen seinen Teilen in gleicher Weise durchdringe, wie die Wässrigkeit die Rose, die üeligkeit den Sesam, die Fettigkeit die Milch2). Dieser Geist ist, wie wir von Kahir Al-Bagdadi erfahren, nach N. eine einheitliche Substanz, ja es ist ein Geist, welcher alle lebenden Wesen durchzieht3). Der Mensch in Wahrheit ist, wie N. weiter lehrt, der Geist und die Seele, der Leib hingegen nur ihr Werkzeug und ihre Form. Der Geist ist es, dem die Kraft und das Vermögen, das Leben und der Wille zuv) Plutarch, de comniunibus notiis, S. 1328, ed. Dübner: TL* ty^v >1iv 003׳av y.a\ ttjv SXr4v ö0sot«v«t zo\6zrp1 '/.33 7.71 י1כ<01ץy3dov oütio tov opov׳ a0.׳0$־ö«3t * zä‘ 03 TJAo-'q-zac, ab <c«X״.v oi-a!«; 7.7.1 <3(00.7x7 zoioitot. T70t7 03 0־X/./(v syst xap«y7Jv• Et o.sv yap totav oostctv 7: r01dxy(xs£ 3you37.71 ,.׳P 3d>u.7x« A.sy0vx«t 771 3131V, oOy l'ZZfjV.Z O'Lta; 030VX7.1 * X7]V j7׳» <׳JTtOV 3y003lV. El 03 XOOXO 0.070V 7׳L7;׳ ׳J<p33TY]7.3 TO 7.01V0V, 0X3p 01>31CtV OOXOt 7.01 üX7jV XCtX0031, 07}A.0V OXl 3(00-7X0; •JL3T3y0l>3t . 301^.7x7 y7p oux 3:3׳. xd 03 u׳p33x<0; 7.0.1 03you.3vov, 053׳׳7׳p3׳v 777ן7׳/ן xtov 7 d3y3x7». 7.01 0׳; ü-p33~7J7.3V. 2) Sahr. S. 38: ,JLäJÜ l5 - 1 ל Oל ׳ l5 -/ * In gleicher Weise Al-Fark 50b: ,.J Uhi t.^A O O L? X2I r3 vv כ׳ |#\ג ~ - Lr C^ :lil. 3) Vgl. ausser der in der vorigen Anm. aus Al-Fark angeführten Stelle daselbst noch 51a: rjJI ^•>1 *Jjä NÄjLiCsS *juL!( O״־* xL.. ■3 52)!ץa) Jv>L njL*3L und ferner 51b: