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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1908-01-01 · 1908 · page 36

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1908
Date
1908-01-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721001--35-2725392
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V as jüdisch-theologische Seminar begeht am 27. Januar zum vierundfünfzigsten Male die Gedächtnisfeier für seinen Stifter, den verewigten Kommerzienrat Jonas Fränckel. Anlässlich dieser Feier sollen die Herren Kandidaten DDr. Ludwig Golinski, Bruno Italiener und Hermann Schreiber, nachdem sie die theologisch-wissenschaftliche und die talmudisch-rabbinische Prüfung bestanden haben, als Rabbiner entlassen werden. Im verflossenen Jahre wurde am 27. Januar, dem Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers und Königs und dem gleichzeitigen Sterbetage des Stifters, die Doppelfeier in üblicherweise begangen. Die Fest- und Gedenkrede hielt Herr Dr. Horovitz. Daran schloss sich die feierliche Entlassung des Herrn Kandidaten Dr. Adolf Kober unter Ueberreichung des Rabbinatsdiploms durch den Unterzeichneten, worauf Herr Dr. Kober Abschiedsworte an seine Lehrer und Studiengenossen richtete. Zur Bewerbung um den Joseph Lehmann ,sehen Preis wurde im laufenden Studienjahre zum zweiten Male das Thema: ,Untersuchung des Targum Scheni zu Esther auf seine Quellen“ gestellt. Eine Arbeit ist eingegangen. Das Ergebnis soll am 27. Januar öffentlich verkündet werden. Zur Bewerbung um den Dr. David Rosin’schen Preis war zum zweiten Male das Thema: ״Darstellung der Ethik des Bachja Ibn Pakuda“ gestellt worden. Die im verflossenen Jahre mit dem Motto נפשי אם הכמת הכמת לך eingegangene Arbeit zerfällt in zwei Teile. Im ersten werden die Grundlagen der Ethik Bachjas behandelt, im zweiten diese selbst ihrem Inhalte nach dargestellt. Ein Kapitel über den Charakter und den Einfluss der Ethik Bachja’s bildet den Schluss. Dem Verfasser ist die Lösung der Aufgabe im zweiten Teile im allgemeinen besser gelungen, als im ersten. Er schliesst. sich in seiner. Darstellung an seine Vorlage, die Ethik Bachja’s, an und geht der Versuchung, den Stoff in den Rahmen eines modernen ethischen Systems zu bringen, glücklich aus dem Wege. Ein solches Verfahren hätte, ohne einen wesentlichen Gewinn für den

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