Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1906
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 66)
- Language
- German
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1 4 herausstellen. Auch in einigen Fragen, die nicht streng in den Rahmen der Arbeit gehören, ist der Verfasser zu beachtenswerten Ergebnissen gelangt. Im Hinblick darauf und in der Voraussetzung, dass der Verf. vor einer eventuellen Veröffentlichung die gerügten Mängel abzustellen sich bemühen wird, hat das Lehrerkollegium dem Verfasser einstimmig den Preis zuerkannt. Als Verfasser ergab sich bei der Oeffnung des Briefumschlages der Cand. phil. Julius Wolfsohn. Die für das laufende Studienjahr gestellte Aufgabe: *Die Schule des R. Isaak aus Dampierre״ hat einen Bewerber nicht gefunden. Zur Bewerbung um den Dr. David Rosin’schen Preis ist die Aufgabe ״Darstellung der Ethik des Bachja Ibn Pakuda“ wiederholt worden. Der Bewerbungstermin läuft am 31. Juli 1906 ab. Das Seminar zählte im letzten Studienjahr 34 Hörer. Neu eingetreten sind: Abraham Schlesinger aus Mergentheim, Dr. Chaim Obstler aus Wischnitz, Siegfried Gelles aus Krotoschin, Max Simonsohn aus Breslau, Dr. Israel Horn aus Jozupol und Richard Grünfeld aus Kremsier. Von ehemaligen Hörern des Seminars sind im verflossenen Jahre folgende in Aemter berufen worden: Herr Rabbiner Dr. Fried, bisher Vorsteher der Lesehalle der Synagogen-Gemeinde in Breslau, als stellvertretender Rabbiner und Religionslehrer nach Stockholm; Herr Rabbiner Dr. Julius Guttmann aus Breslau als Verwalter des Stadtrabbinats nach Cassel; Herr Rabbiner Dr. Arnold Lazarus aus Breslau als zweiter Rabbiner an die Hauptsynagoge in Frankfurt a. M.; Herr Rabbiner Dr. Re ach, bisher Rabbiner in Raud־ nitz a. Elbe, als Rabbiner nach Gaya; Herr Rabbiner Dr. Schornstein, bisher Rabbiner in Leitmeritz, als Rabbiner nach Kopenhagen. Ausserdem ist zur Geschichte des Seminars im abgelaufenen Studienjahre zu berichten: Am 13. Februar 1905 beging das Seminar die Gedächtnisfeier für den verewigten Direktor Dr. Z. Frankel. Die Gedächtnisrede hielt Herr Dr. Golinski. Am 27. April, dem letzten Tage des Passahfestes, wurde im Anschluss an die Predigt eine Gedenkfeier für den verewigten Direktor Dr. Lazarus begangen. Die Predigt hielt Herr Dr. Schreiber. Am 28. September legte Herr Seminarrabbiner Prof. Dr. Lewy laut § 3 des Regulativs über die Befugnisse des Lehrerkollegiums vom 3. November 1882 den Vorsitz im Lehrerkollegium nieder. Es übernahm ihn der Unterzeichnete.