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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1905-01-01 · 1905 · page 36

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1905
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721007--35-2725192
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35 Zum Wohle der gesamten Judenheit haben sie jedoch einsichtsvoll ihr Augenmerk auf den Würdigsten und Geeignetsten gelenkt und Z. Frankel berufen, dessen Religiosität, Charakter, Besonnenheit, Pflichttreue und umfangreiches, methodisches Wissen eine sichere Bürgschaft für eine geeignete zeitgemässe Gestaltung und Hebung des zu eröffnenden Seminars boten. Ihm zur Seite wurden zunächst zwei Lehrer berufen, die damals schon einen wissenschaftlichen Ruf erlangt hatten, die nachmaligen berühmten Professoren H. Graetz und J. Bernays s. A. So hat nunmehr diese Anstalt seit ihrer Eröffnung am 10. August 1854 erspriesslich und geräuschlos gewirkt, Segen spendend und auf Lohn, auf Dank verzichtend, anspruchlos und bestrebt, unseren heiligen Glauben zu erhalten, das Studium unserer Thora, innige Religiosität zu pflegen und zu fördern, und so gewähre, Gott, ferner dieser Anstalt, sowie den inzwischen entstandenen Schwester- oder Tochter־Anstalten und den noch bestehenden Jeschibot Deine Huld, dass wir alle friedlich und einander zugetan mit lauterem Sinn Zusammenwirken in Deinem Dienste, zum Heile Israels und der gesamten Menschheit. Das walte Gott! Amen. Die Reihe der Beglückwünschungen eröffnete Herr Bürger־ meister Mühl im Namen des hiesigen Magistrats. Ihm ant־ wortete Herr Kurator Milch. Als Vertreter der hiesigen Synagogen-Gemeinde gratulierte der Vorsitzende des Vorstandes Herr Stadtrat Pringsheim und teilte mit, dass die Gemeinde eine Fest-Stiftung in der Höhe von zweitausend Mark für das Seminar bewilligt hat. Im Aufträge des Deutschen Rabbiner-Verbandes sprach der Rabbiner unserer Gemeinde Herr Dr. Guttmann, im Aufträge der Kgl. Württembergischen israelitschen Ober־ kirchenbehörde Herr Kirchenrat Dr. Kroner aus Stuttgart, im Aufträge des Grossherzoglich Badischen Oberrats der Israeliten Herr Stadt- und Konferenz-Rabbiner Dr. Steckelmacher aus Mannheim, im Aufträge des hiesigen Rabbinats der Rabbiner unserer Gemeinde Herr Dr. Rosenthal, im Aufträge des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes und zugleich als Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums Herr Prof. Dr. Philippson aus Berlin, als Delegierter der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums Herr Dozent Dr. Elbogen aus Berlin, als Vertreter 3*

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