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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1903-01-01 · 1903 · page 4

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721011--003-2725007
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II Sonst sind über das Wirken und Leben Josef’s keine Nachrichten auf uns gekommen. Auch sein Geburtsjahr lässt sich nicht mit Genauigkeit ermitteln; die Vermuthung Jellinek’s (Einleitung S. VI A. 3), dass sein Geburtsjahr um 1070 anzusetzen sei, beruht auf einem Irrthum8). Eine talmudische Schrift scheint J. Ibn S. nicht verfasst zu haben. Von seinen philosophischen Schriften ist das genannte Buch über Logik bisher nicht aufgefunden worden. Auch der Mikrokosmos wurde, wie es scheint, nicht viel studirt, und irgend ein Einfluss desselben lässt sich nicht nachweisen. Der Erste, der es nennt, ist Maimuni in seinem bekannten Briefe an Samuel Ibn Tibbon, auf den wir noch zurückkommen werden. Ein längeres Citat aus dem Mikrokosmos findet sich ferner bei David Kimchi in seinem Commentar zur Genesis. Auch Jedaja Happenini in seinem bekannten Sendschreiben an Salomo ben Aderet beruft sich auf J. Ibn S. und seine Schrift, den Mikrokosmos. Ferner haben den Mikrokosmos mehrfach benützt der Verfasser des מאמר השכל an mehreren Stellen (ed. Rödelheim 6b, 12a b, 13a, 14a, 32b) und Meir Aldabi, der Verfasser des Schebile Emuna, der den Mikrokosmos häufig wörtlich citirt. Auch Isaak Ibn Latif in der Einleitung zu seinem שער השמים (Luzatto בתולת בת יהירה, s. vm) scheint Mikrokosmos S. 20 zu citiren. Endlich benützt der anonyme Commentar zum שיר היח1ד C. 65 der Hamburger Stadtbibliothek, Folio 10a b, Mikr. 50, 53 u. 549). Was das פתרון החלומות von Salomo Almoli betrifft, so hat bereits Steinschneider, Hebr. Ueb. S. 408, den Irrthum Wolfs, welcher den in der genannten Schrift mehrfach erwähnten יוסף הצדיק mit unserem Josef identificirte, widerlegt durch die Bemerkung, dass es sich dort um Pseudo-Josef handelt, dem eine unechte Schrift über Träume unterschoben wurde. Bei dieser Gelegenheit sei jedoch , erwähnt, dass im שער ה, החדש (ed. Constantinopel 3a) das Beispiel von dem Manne, der dem Könige ein Geschenk bringen will, ohne den König zu kennen, dem Ausdruck nach aus. Mikr. S. 63 entlehnt zu sein scheint, wenn auch der Sache nach das Beispiel geläufig sein mag. 8) Aus dem Umstande, dass Josef ein Schüler des um 1094 verstorbenen Isaak Albalia gewesen sein soll, schliesst Jellinek, dass er um 1070 geboren sein muss, allein, wie bereits Steinschneider (Hebr. Uebers. S. 408 A. 276) bemerkt, wird er an der betreffenden Stelle bei Ibn Daiid nicht Schüler, sondern חבר des erwähnten Isaak genannt. . ö) Die Nach Weisungen für obige Daten vgl. Jellinek VIII ff. Nur in Bezug auf מאמר השכל ist zu bemerken, dass derselbe den Mikrokosmos stärker benützt, als es nach den Angaben bei Jellinek scheint.

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