Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 63)
- Language
- German
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Jahresbericht. Das jüdisch-theologische Seminar begeht am 27. Januar d. J. zum siebenundvierzigsten Male die Gedächtnissfeier für seinen Stifter, den verewigten Commercienrath Jonas Fränckel. Anlässlich dieser Feier soll Herr Dr. Max Dienemann, nachdem er die theologischwissenschaftliche und die talmudisch-rabbinische Prüfung bestanden hat, als Rabbiner entlassen werden. Im verflossenen Jahre wurde am 28. Januar die Entlassungsfeier in üblicher Weise begangen. Die Fest- und Gedenkrede hielt Seminar-Docent Dr. Brann. Daran schloss sich die feierliche Entlassung der Herren Candidaten Dr. Johann Krengel, Dr. Julius Reach und Julius Zimels unter Ueberreichung der Rabbinatsdiplome durch den Seminar-Rabbiner, worauf Herr Julius Zimels Abschiedsworte an die Lehrer und Studiengenossen richtete. Zur Bewerbung um den Joseph Lehmann’schen Preis war für das vergangene Jahr das Thema: ״Ueber die Pflege des Studiums der jüdischen Litteratur in Deutschland bis zu den Verfolgungen des ersten Kreuzzuges״ gegeben. Eine Bewerbung ist nicht eingegangen. Dagegen ist zur Bewerbung um den Dr. David Rosin’schen Preis eine Arbeit über das gestellte Thema: ״Geschichte des Achtzehngebetes״ eingelaufen. Das Urtheil wird am 27. Januar verkündet werden. Das Seminar zählt gegenwärtig 27 Hörer. Neu eingetreten sind im vergangenen Jahre: Isaak Heilbronn aus Tanne i. Rhön (Hessen-Nassau), Hugo Nathansohn aus Beuthen a. d. Oder, Sylvain Koch aus Brumath (Eisass), Julius Lewkowitz aus Georgenberg (Oberschlesien), Jacob Sonderling aus Lipine (Oberschlesien), Arthur Süssmann aus Schweidnitz und Friedrich Weiss aus Eidlitz (Böhmen).