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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1901-01-01 · 1901 · page 53

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1901
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 53)
Language
German
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IRI
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LXI VII. in Liegnitz: 1. Meister jacob darf mit noch zwei Juden in Liegnitz Zurückbleiben, als die Herzogin Elisabeth am 7. Decbr. 1447 sämmtliche Juden answeist (Schirrmacher S. 4B1, No. 725. Sammter I, 348. 496 ff., Anh. 285 G. Wolf in der Zeitschr. f. G..d. Juden in Deutschland IV, 182). 2. Mosche wurde 1440 wegen eines angeblich gefälschten Schuldbriefes in Breslau verhaftet, auf Elirsprache reicher Bürgen, die am 12. März 1440 bei 1000 Mk. Strafe für pünktliches Erscheinen sorgen wollen (Lib sign, p. 5), entlassen und musste am 18. April 1440 Urfehde wegen der Unbill schwören (Lib. sign., p. 9), Im Gefangniss hatte er, wenn man ihn frei liesse, dem Bath ein freiwilliges Geschenk von 300—400 Mk. angeboten, war aber dann, weil Fürsten und Herren schriftlich und der Bischof sich mündlich für ihn verwendeten, ohne Weiteres frei gelassen worden (Klose II, 2,388. Stobbe in Z. VIII, 451). Den angeblich gelälschten Brief war Marcus Beckensloer beschuldigt, ihm zurückgegeben zu haben (Stobbe das. IX, 168). Er gehörte zu den Wenigen, die 1447 Zurückbleiben durften (Sammter 1,496, Anh. 585. Schirrmacher S. 431, N1*. 725). Von den 1453 in Breslau mit Beschlag belegten Schuldbriefen gehören ihm drei über 8 Mk., über 24 Gld. und über 50 Gld. (letzterer zusammen mit Abr. Meisner in Breslau? G. 1, 11) (K. 17 b, 2, p. 5. 7. 8). Von den in Schweidnitz, Striegau, Jauer und Löwenberg gefundenen Schuldbriefen waren sein Eigenthum zwei auf Ludwig III. (IX, 23) über 22 bzw. 40 Mk. aus den Jahren 1415 und 1418, einer über 30 Mk. aus dem Jahre 1414 (0.83 f.). Oh sich die EGA. des J. Weil 110 — 12 auf ihn beziehen, ist zweifelhaft. 3. Stenczil Mewrer gehörte ebenfalls zu den wenigen Juden, die bei der Austreibung Zurückbleiben durften (Sammter I, 348. 496. Schirrmacher S. 431, No. 725). VIII. in Löwenberg: 1. Caiphas, Schwiegervater des Smoyl (No. 8), s. das. 2. Jonas, Sohn des Smoyl (No. 8), s. das. 3. Lazarus, Sohn des Smoyl (No. 8), s. das. 4. Mosche b. Ascher war Zeuge der Unthat des Simcha (s. das.) EGA. Isr. Bruna No. 265. 5. Na chm an schlug mit einem eisernen Listrument auf einen gewissen Nissan ein, weil dieser den Simcha, einen angetrunkenen Freund Nachmans, mit Holzkloben geworfen hatte. Simcha setzte die Misshandlungen fort, bis Nissan todt auf dem Platze blieb. E. Isr. Bruna, dem der Fall zur Entscheidung vorgelegt .wurde, erklärte den unbussfertigen Nachman für eides- und zeugnissuntähig und aller Ehrenrechte für verlustig, bis er sich einer vom Posen er Eabbinat festzusetzenden Busse unterwerfen würde (EGA. Isr. Bruna 264. 265). Dass hier von Löwenberg und nicht von Lemberg in Galizien die Eede sei, ist klar. 6. Nissan, ein alles Wissens und aller Eeligiosität baarer Mensch, gerieth mit Nachman und Simcha in Streit, bei welchem er zu Tode kam (vgl. EGA. Isr. Bruna No. 265—66 Salon. — 264—65 Stettin). Vielleicht handelt das EGA des J. Weil No. 87 von demselben Zwischenfall).

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