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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1901-01-01 · 1901 · page 32

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1901
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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IX. m Oppeln: 1. Isaak besass ein Haus am Kirchhof, welches Herzog Bolko (VI, 22) 1396 verkaufte (Jdzikowsky, Oppeln, S. 121). Aelteste Nachricht über Juden in Oppeln. Wann Isaak der Hausbesitzer geworden ist, ist nicht überliefert (vgl. oben S. 26, Anm. 27). X. in Eatibor: 1. Daniel. In seinem Hause brach am 23. October 1415 Feuer aus, das fast die ganze Stadt einäscherte (Weitzel in Z. IV, 117 nach Urk. des Katiborer Collegiatstiftes). XI. in Reichenbach: 1. Ichel oder Michael, der 1389 in Oels, 1417 in Canth und 1418 wieder in Oels wohnte, sich aber meistens in Breslau aufhielt, trägt den Namen nach [seiner Vaterstadt•?] Beichenbach. Im Jahre 1389 beklagte er sich über Jacob Zaune, der ihn wegen Wuchers vor ein geistliches Gericht geladen hatte, obwohl er ihm nie etwas geliehen hatte (Schweidn. Stadtbuch, fol. 138). Im Jahre 1417 bedrohte er angeblich einen Glaubensgenossen vor dem Bathe und war deshalb angeklagt (BGA. J. Weil 111 scheint nicht von diesem Vorfall zu handeln, und zwar nach Schlesien, aber in eine spätere Zeit zu gehören). Am 12. März 1417 verbürgt sich Elias für sein pünktliches Erscheinen zum Termin auf Pfingsten (Stobbe in Z. VII, 178). In der That wurde er zu einer hohen ״Geldstrafe“ verurtheilt, für welche Lenhard Bichard, durch andere Bürgen gedeckt, die Bürgschaft übernahm (das. 182). Damals schuldete ihm der Bath von Breslau seit 1415 die Summe von 670 Mk., die bis 1418 auf 860 Mk. anwuchs und den 21. Decbr. 1418 bezahlt wurde (das. vgl. auch 184, vgl. Häusler, Gesch. d. Fürstenth. Oels, 241. 296). Dem Herzog Conrad Senior (III, 4) hatte er 1000 Mk. zu zahlen, die derselbe Lenhard Bichard allmählich abträgt (Stobbe das. 186). Am 17. August 1418 lieh er dem Bathe ״absque usura“ 128 Mk. weniger 1 Gr., die bis Joh. 1419 bezahlt sein sollen (das. 187). Bartusch von Sockelow schuldete ihm 1419 die Summe von 450 Mk., auf die ihm von verschiedenen Bürgen Abschlagszahlungen geleistet wurden (das. 188). Als 1420—21 das Judengut vom Bath mit Beschlag belegt wurde, bat er unter Berufung auf den ihm ertheilten Frieden, für welchen sich der Bischof verwendet hatte, um Auslieferung seines Eigenthums (Stadtarch. Neue Funde, Or.-Pap.). Im Jahre 1424 wurde er vom Bischof ins Gefängniss gesetzt und erst freigelassen, nachdem er alle Schuldbriefe auf ihn, den Bath und die Stadtbürger, sowie alle Pfänder von geistlichen und weltlichen Personen herausgegeben und erklärt hatte, die darauf haftenden Forderungen nicht einklagen zu wollen (Stobbe das. 351 ff.). Dass er mit B. Michael, Theilnehmer an der Erfurter Babbinersynode (Wiener in M.-S. 1868, S. 393 ff.) identisch gewesen sei, halte ich für ganz ausgeschlossen. Am 10. April 1426 lebte er nicht mehr. Cussiel wurde sein Erbe durch seine Ehe mit Czornel (G. Bresl. 28), der Tochter Nehemias, des Bruders Ichels (Stadtarch., Neue Funde, Or.-Pap.). Falls der 1453 gefundene Schuldbrief über 41 Mk. 6 Gr. auf Frau Hedwig, etwen bobucken weip, der Michil

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