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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1895-01-01 · 1895 · page 3

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1895
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720981--02-2724464
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Vorwort. Wie in den Lehrhäusern der Tannaim verschiedene Halacha- und Midraschsammlungen veranstaltet wurden, so gingen aus den Schulen der Amoräer, in denen die recipirte Mischna des Rabbi Jehuda Hanasi den Mittelpunkt des Studiums bildete, verschiedene Erläuterungen, Erörterungen und Ergänzungen derselben, verschiedene Talmude hervor. Die Talmude der früheren Amoräer wurden von den späteren vielfach bereichert und überarbeitet, bis sie mit dem Abschluss der Thätigkeit der Amoräer ihren wesentlichen Abschluss erhielten. Die früheren Talmude, die den späteren zu Grunde lagen, mussten daher, zumal da sie nicht schriftlich fixirt worden waren, verloren gehen; aber auch von den späteren Talmuden haben sich nur zwei, der ״palästinensische“ und der ״babylonische“, erhalten und auch diese, wie es scheint, nicht vollständig, indem wir Talmude zu Traktaten vermissen, die wahrscheinlich in den Lehrhäusem der Amoräer vorgetragen und erläutert wurden. Die in der Hochschule des R. Aschi zu Sura veranstaltete Redaction des Talmuds, aus der die meisten Traktate des auf uns gekommenen babyl. Talmuds zu stammen scheinen, dürfte in Folge des hohen Ansehens, das diese Schule genoss, in Folge der hervorragenden Stellung und Autorität, die R. Aschi besass, sowie vielleicht auch in Folge ihrer inneren Vorzüge allgemeine Anerkennung und Aufnahme in Babylonien ge* funden haben und füglich selbst im Lehrhause zu Pumbedita, das nächst dem zu Sura vorzugsweise in der letzten Zeit der Amoräer hinsichtlich der Redaktion des Talmuds in Betracht kam, recipirt worden sein; hierdurch wurden die änderen Redaktionen, so wir von einzelnen Traktaten, wie z. B. Nedarim, Nasir (cf. Frankel, Einleit, in den Jerus. Talmud, f. 48 a Brüll, Jahrb. II. S. 85), in denen sich möglicherweise gerade die Pumbeditanische Redaktion erhalten hat, absehen, verdrängt, bis sie schliesslich in Vergessenheit geriethen. Auf solche Redaktionen weist der babylonische

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