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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1894-01-01 · 1894 · page 56

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 56)
Language
German
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IRI
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י־ * IV 1886 besuchte er die Anstalt als ordnungsmässig eingetragener Hörer und besass wegen seiner aufrichtigen Frömmigkeit und seines ausserordentlichen Pflichteifers die ungetheilte Achtung und Zuneigung seiner Lehrer und Coli egen. Er ruhe in Frieden! Noch von einem zweiten Trauerfalle haben wir zu berichten. Am 19. August erlag seinen schweren, mit musterhaftem Gottvertrauen ertragenen Leiden, kurz nach vollendetem 31. Lebensjahre, der Rabbiner Dr. Bernhard Zimmels. Er hat seine theologischen Studien an unserer Anstalt beendigt und ist am 27. Januar 1889 mit dem Rabbinatsdiplom entlassen worden. In den wenigen Jahren, während deren es ihm als Rabbiner und Prediger, zuerst in St. Pölten (Niederösterreich) und dann in Mährisch-Ostrau, thätig zu sein vergönnt war, hat er eine segensreiche Wirksamkeit entfaltet und sich schnell die allgemeine Liebe und Anerkennung der Gemeindemitglieder zu erwerben gewusst. Seine zu schönen Hoffnungen berechtigenden wissenschaftlichen Leistungen haben ihm auch in weiteren Kreisen einen guten Namen gemacht. Sein Andenken sei gesegnet! Das Vertrauen der Gemeinden zu der Wirksamkeit des Seminars fand auch im abgelaufenen Jahr erneuten Ausdruck durch die Berufung seiner ehemaligen oder erst noch zu entlassenden Jünger. Es wurden berufen: Dr. Siegfried Silberstein zum Prediger in Elbing; Dr. Adolf Schwarz, bisher Stadt- und Conferenz-Rabbiner in Karlsruhe (Baden), zum Rector der israelitischtheologischen Lehranstalt in Wien; Dr. S. Freund zum Rabbiner in Czarnikau; Dr. Gotthilf Walter, bisher Rabbinatsverweser in Bromberg, zum Rabbiner daselbst; Dr. L. Dobschütz zum Rabbiner in Skotschau; Dr. M. Grünwald, bisher Rabbiner in Jungbunzlau, zum Grossrabbiner von Bulgarien in Sofia; Seminar-Director Dr. Krön er in Hannover zum Kgl. Württembergischen Kirchenrath und Ersten Rabbiner in Stuttgart: Dr. M. Appel, Stadtrabbiner in Mannheim, zum Stadt- und Conferenz-Rabbiner in Karlsruhe (Baden). Ausserdem ist zur Geschichte des Seminars vom Jahre 1893 noch Folgendes zu berichten: Am 24. Februar beging das Seminar die Gedächtnissfeier für den verewigten Director Dr. Z. Frankel. Die Gedächtnissrede hielt Dr. L. Dobschütz. Am 8. April, dem letzten Tage des Pessachfestes, wurde im Anschluss an die Predigt eine Gedenkfeier für den verewigten Director Dr. L. Lazarus begangen. Die Predigt hielt Herr Dr. S. Freund.

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