Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1891
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 70)
- Language
- German
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behandelt, son« ״wenig־ insofern, als das Ethische nicht eir , dem mehr wie in einem Referate nur flüchtig angegeben wird. Eine Uebersetzung des zehnten Abschnittes, worauf die Arbeit sich zuspitzt, wäre übrigens heutzutage ohne Benutzung des nun« mehr gedruckt vorliegenden arabischen Originals unzulänglich und deshalb ungeeignet, einem etwa wirklich ganz empfundenen Bedürfnisse zu genügen. Mit Rücksicht auf die angeführten und andere Mängel sieht sich das Lehrer-Collegium ausser Stande, der genannten Arbeit den Preis zuzuerkennen. Allein die mancherlei trefflichen Einzelheiten derselben, der reiche gelehrte Apparat der mit vielem Fleisse zusammengetragenen Anmerkungen, sowie die guten Anlagen des Verfassers, die sich an vielen Stellen der Arbeit unverkennbar zeigen, berechtigen das Lehrer-Collegium zu den besten Hoffnungen für die Zukunft und zu der sicheren Er« Wartung, dass der Verfasser mit gleichem lobenswerthen Eifer seine Kenntnisse zu bereichern und sein schönes Talent für die Lösung wissenschaftlicher Aufgaben noch mehr zu vervollkommenen bestrebt sein wird. In Anerkennung der angeführten werthvollen Seiten der eingelieferten Arbeit und zur Ermuthigung für die Folgezeit hat das Lehrer-Collegium beschlossen, dieser Arbeit eine ehrenvolle Erwähnung zuzuerkennen und den Namen des Verfassers unter lobender Anerkennung öffentlich zu nennen. Bei der Eröffnung der die Namen der Verfasser enthaltenden Umschläge ergab sich, dass cand. phil. David Rau, Verfasser der preisgekrönten, stud. phil. Paul Rieger Verfasser der ehrenvoll erwähnten Arbeit sei. Die Preisaufgabe für das eben abgelaufene Jahr lautet: Darstellung des Standpunktes der einfachen Bibelexegese in den talmudischen Schriften. ׳ Zwei Arbeiten sind eingegangen. Das Ergebniss der Bewerbung soll am 27. Januar d. J. öffentlich verkündigt werden. Das Seminar zählt gegenwärtig — einschliesslich der Candidaten — 58 Hörer. Neu eingetreten sind im vergangenen Jahre: am 17. April; Max Doctor aus Neustadt O.-S., Josef Zolinski aus Breslau; am 17. October: Josef‘Hoff aus Prossnitz in Mähren, Karl Thieberger aus Tomice in Galizien, Rudolf Traub aus Leitomyschl in Böhmen. Die Herren Drr. Bela Bernstein aus Varpalota in Ungarn, Adolf Büchler aus Priekopa in Ungarn, die Hörer der Landes« rabbinerschule in Budapest sind, und am 23. October 1889 für die Dauer 1von zwei Semestern in das Seminar eintraten, kehrten nach Ablauf dieser beiden Semester eben dahin zurück. 4j.'ni4,MsA%.r' i