Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1891
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Die Sammlung der aussergottesdienstlichen Reime und Gedichte 4es Abraham Ihn Esra, welche 1885 unternommen und in späteren Jahren weitergeführt worden ist (Breslau» Wilhelm Xobner, Heft 11885, Heft II1881, Heft III 1888, aus den entsprechenden Jahresberichten des jüdisch-theologischen Seminars), findet in dem gegenwärtige^;Hefte insofern ihren Abschluss, als in demselben der Rest der mir bisher zugänglich gewordenen Stücke der bezeichneten Art in gleicher Bearbeitung der 0Öffentlichkeit übergeben wird. Die sonst schon gedrückten nicht synagogalen Poesien unseres Autors sind unter Vergleiehung der vorhandenen Ausgaben und erreichbaren Handschriften hinsichtlich ihre» Wortlautes in diesen vier Heften möglichst berichtigt und um eine ganze Anzahl noch nicht veröffentlichter Texte vermehrt׳ worden. So weit es irgend angingt ist auch die (S. 4) beabsichtigte Vollständigkeit dieser Zusammenstellung erzielt worden. Jedenfalls habe ich, was durch den Druck anderweitig bekannt geworden ist, meines Wissens vollständig in diese meine Sammlung aufgenommen: und hiervon nur ein zur Uebersetzung ungeeignetes Stück (Diwan S. 5 Nr. 18) ausgeschlossen. In Handschriften noch zerstreute aussergottesdienstiiehe Poesien unseres Autors behalte ich mir nachzutragen vor, sobald ich in deren Besitz gelange. ־■־׳,■ Im vorliegenden Hefte’ wird die didaktische Poesie zu Ende geführt, hieran einige Sinngedichte angereiht und in einem Anhänge noch Einiges, unter Anderem das wenig bekannte Loblied auf R. Samuel b. Meir (רשב״ם), nachgetragen. Das erste der didaktischen Stücke, Hai ben Mekiz, ist nach einer Qxforder Handschrift und sämmtlichen gedruckten Ausgaben dieses Lehrgedichtes berichtigt worden, wobei der Abdruck im Diwan des Abraham Ihn Esra, ed. Egers, besonders gute Dienste leistete, obgleich auch da, wie die kritischen Anmerkungen ergehen, Vieles richtigzustellen war. Dieses Gedicht ist das umfang- und inhaltreiehste der ganzen Sammlung. Der Dichter stellt das Weltgebäude nach der zu 3einer Zeit in der gelehrten Welt allgemein herrschenden Vorstellung in lebensvoller und fesselnder Weise seinen Lesern dar und findet oft Anlass und Gelegenheit» hierbei die Kunst seiner Sprache und die LebensfüUe seiner poetischen Anschauung in vollem Glanze zu zeigen, sowie seine religionsphilosophischen Lehren im Bereiche der Theologie, Kosmologie, Anthropologie und Ethik anzudeuteo. Die erforderlichen Erläuterungen für den uneingeweihten Leser sind in möglichster Kürze in den Anmerkungen unterhalb des Textes gegeben. Das zweite Stuck dieses Heftes, die Traktate der Mischnah (S. 200), erscheint hier zum erstem Male im Drucke. Es zeigt die in Spanien geltende Reihenfolge der Traktate und; eine durch das Versmaass gesicherte Heberlieferung, wonach die übliche Aus- *־' ^p iKretr Nagnen hier und da eine Berichtigung exfi&rt«;m '!״׳