Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1890
- Date
- 1890-01-01
- Page
- – (sequence 57)
- Language
- German
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JAHRESBERICHT. D as jüdisch-theologische Seminar begeht am 27. Januar zum sechsunddreissigsten Male die Gedächtnissfeier für seinen Stifter den verewigten Commerzienrath Jonas Fraenckel. Es darf mit Befriedigung auf die Anerkennung seiner Wirksamkeit auch im abgelaufenen Jahre zurückblicken. Obgleich jetzt nur Studirende oder solche, welche ihre Studien bereits vollendet haben, das Seminar besuchen, so ist doch die Zahl seiner Zuhörer in stetigem Wachsthume begriffen. Im April 188g traten ein: Max Grünwald aus Zabrze in Oberschlesien, Karl Kunert aus Breslau, Paul Rieger aus Dresden und Ezechiel Zivier aus Wielun. Von den 46 Zuhörern des Sommersemesters wurden drei noch vor dem Abschlüsse ihrer Rabbinatsprüfung in amtliche Stellungen berufen und kehrte Einer, der eigentlich der Landesrabbinerschule in Budapest angehört, nach dem Ablaufe zweier Semester, ebendahin wieder zurück. Es verblieben also 42 für das Wintersemester. Hierzu traten bei der Aufnahme > prüfung in dessen Beginn 13 neue hinzu, und zwar: Bela Bernstein aus Värpalota in Ungarn, Adolf Büchler aus Priekopa in Ungarn, Philipp'Goldberger aus Wien, Leopold Koritsch an aus Austerlitz in Mähren, Jakob Kraus s aus Neutrain Ungarn, VlastimilKraus aus Luschtienitz, Bezirk Jungbunzlau in Böhmen, Julius Lewitt aus Samter, Provinz Posen, Abraham Morgenstern aus Mährisch-Weisskirchen, Moritz Popper aus Prag, Moritz Prossnitz aus Wien, Maximilian Schornstein aus Tachau in Böhmen, Nathan Steinhart aus Holleschau in Mähren, Hermann Vogelstein aus Stettin. Die Eintretenden wurden grösstentheils ordnungsmässig als Seminaristen aufge-