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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1886-01-01 · 1886 · page 25

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1886
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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IRI
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23 Wenn nun alle diese und einige minder erhebliche Bedeutungen, die Aristoteles dem sv beilegt, von Xenophanes״ göttlichem Eins fernzuhalten sind, so lässt sich doch soviel behaupten, dass Aristoteles zufolge die Einheit des Weltalls in der Einheit des Urprincips, der apyyi, begründet sei (s. Metaph. A 5. 986 b 21 f. Phys. I 2). Ausdrücklich schreibt ferner Theophrast * in den oben (S. 20) angeführten Worten, die von Simplicius freilich in ihrer ursprünglichen Fassung nicht erhalten sind (s. Diels Doxogr. p. 109 ״), Xenophanes die Gleichung zu: pt'av tyjv apx*]v, yjxoc. sv xo ov xal Tcav, das heisst Einheit der Welt Einheit des Princips. Und an einem anderen Orte erklärt Simplicius (in Arist. phys. 29, 12), hier aber im eigenen Namen, 7uXy]V 0 pev Esvocpaviqs cos navrcdv atxtov autö (sc. xo sv) xHHqaiv. Die Welt ist also vor Allem darum eine Einheit, weil sie auf Eine wirkende Ursache zurückgeht, die identisch mit der Gottheit ist. Aber diese Bestimmungen der apx׳/]' sind noch viel zu vage. Wir fragen, wie hat Xenophanes sein göttliches Princip, das wir bis jetzt nur als Ursache des Alls kennen, des näheren bestimmt? Ist es rein geistiger Art? Ist es die transmundane Ursache der Welt oder den Dingen immanent? Ist es begrenzt oder unbegrenzt? — Nur auf einige dieser Fragen können wir eine entschiedene Antwort geben. Dass die dpx׳vj des Xenophanes nicht als transcendentes Princip der Welt anzusehen sei, erhellt zunächst aus Timons oben (S. 20) angeführten Worten und ausdrücklich sagt Sextus (P. H. I 225), dass sie וס^טס^ xot£ rcaai sei. Und wir müssen dem zustimmen, weil keiner der älteren ionischen und eleatischen Philosophen eine transmundane weltbildende oder weltschaffende göttliche Macht angenommen hat. — Ob Xenophanes die apx*]' als begrenzt oder unbegrenzt gedacht habe, ist nicht zu ermitteln; denn durch Aristoteles (Metaph. A 5. 986 b 22) erfahren wir, dass er sich hierüber nicht klar ausgesprochen hatte. Und weder die ps.-aristotelische Schrift De Melisso noch einige Theophrast zugeschriebene Behauptungen (cfr. Diels Doxogr. 112) können dem gegenüber für glaubhaft gelten. — Dass Xenophanes dagegen kein stoffliches Urelement als Princip der Welt angesehen hat, ist schon oben hervorgehoben worden. Ausdrücklich erklärt er ja von der Gottheit vöoo <ypsvl rcavxa xpaxuvst. — Dem steht aber, wie es scheint, Aristoteles״ x4nsicht (a. a. O.) entgegen, derzufolge Xenophanes sich auch darüber nicht klar ge-

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