Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1885
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2720904-2720943--49-2723884- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
י 4y?■ ~־ -.£c־ Nur was Lehren, Eeclite und Gesetze anbelaögfc6, Q^jSJfTjPl O^ÖSttJÖÄ לק ברעלות Wenn da der Worte Sinn nach zwei Seiten אם מצאנו ^ני טעמים לפסוקים schwankt, Und die Eine fällt zusammen mit der Traditions- האחד בלבלי המצתיק״ם DBlSi^] 370 lehrer Worten. , ■ Die gerecht und wahr sind aller Orten, 1• 5ל0 צלילןיםTIÜ So müssen wir deren Wahrheit unbedenklich בידים pSD על אמתם 1 בלי JS5t£fö mit festen Armen erfassen7, ךןן2*ים Und Gott verhüte, dass wir uns auf eine Gemeinsohaft mit den Karäern einlassen, Die die Tradition des Widerstreits mit Schrift und Grammatik zu zeihen sich anmaassen8. Nein! Unsere Alten sind ganz Wahrheit Und alle ihre Aussprüche sind Wahrheit. — Und Gott der Herr, welcher ist die Wahrheit, וחלילה חלילה מהתערב2 עם הצדוקים האומדים כי העתקתם מכחשת הכתוב והדקדוקים 375 רק קדמונינו היו אמת3 וכל דבף־הם אמת4 ויי אלהים אמת5 Leite mich, seinen Knecht, denWeg der Wahrheit! עחה עבדו בדרץ אמת: geben vermag, bezogen wird. Feiner s. Raschfs Commentar zu 2 Mos. 6,9, Bemidbar rabba 13 und bei I. E. Sefatjder 31 und Zachot am Ende; nunmehr auch Bacher, Abraham lbnEsra S. 76 A. 2. — Aelter ist die Annahme von מ״ט סכים im Midrasch zu HL 2, 4, wo 49 ודגלו gesetzt wird. Nach Steinschneider ZDMG IV S. 158 drang die Zahl 70 aus dem Islam ein, wo man 72 Secten und 72 Auslegungen annahm. 1) אמתתם^ W. — 2) So B L N Pt; מלהתערב L Hl 01V1. 2. 4. 5; להתערב V3W. — 3) Neueste Ausgaben וכל דבריהם אמונה(4 — .דרך קדמוניכו היה אמת Pi; die Zeile fehlt ganz in B2. — 5) aus Jer. 10,10. — 0) Die das gesetzliche Leben begründende (halachische) Auslegung schliesst I. E. von der unbeschränkten Freiheit ans, die er für die wissenschaftliche Schrifterklärung in Anspruch nimmt und der agadischen Auslegung gegenüber geltend macht, da eine zu weit gehende Freiheit im Bereiche der Halaehah bedenkliche Folgen jiir die Gestaltung des praktischen Lebens haben und zur Auflösung aller Bande unter den Glaubensgenossen führen kann, wie das Beispiel der Karäer, auf welche I. E. hier ausdrücklich hinweist (Z. 373), einem in Spanien geborenen Manne, der in Afrika gereist war, in beiden Gebieten karäische Gemeinden gesehen, mit deren Gelehrten disputirt hatte und in der karäisehen wie antikaräischen Literatur bestens bewandert war, augenscheinlich zeigen konnte. Während die aus Raschi’s Schule hervorgegangenen nordfranzösischen Exegeten, deren bedeutendster Vertreter Samuel benMeirwar, mit einer erstaunlichen Harmlosigkeit Erklärungen geben, die der Halaehah schnurstracks widersprechen (s. Comm. des RSBM zu 2 Mos. 13, 9; 21, 6.10.11. 20. 28. 34 und sonst, sowie meine Abhandlung Samuel hen Meir als Schrifterklärer S. 76 u. S.83 A.2), sucht L E. in der Regel auch da, wo er eine abweichende Erklärung nicht zurückhalten kann, das Zusammenfallen mit karäischerWillkür zu vermeiden, der er ja auch in dieser Einleitung bei der Besprechung der zweiten Methode aufs entschiedenste entgegengetreten ist. Beispiele von der Anwendung dieses Grundsatzes sind in grosser Zahl in seinen Commentaren zu finden. So tritt er einfach oder mit ausdrücklicher Abweisung der Karäer für die Halaehah ein: zu lMos. 32, 33; zu 2 Mos. 12, 2.15; 13, 9.13. 16; 21, 2. 24; 22, 9; 23, 2; 35, 3• zu 3 Mos. 1, 15; 2, 2; 16, 29; 18, 11; 21, 2; 23, 11. 24; 25, 9. 36; zu 4 Mos. 3, 39. 47; 29, 1; 30, 3; zu ü Mo«. 6, 8—9; 14, 22; 15,17; 21,11. 22; 22, 12; 25, 4. 5 (3Mal). 12. Er spricht eine abweichende Erklärung unter Angabe der halachischen Auflassung, oft aber auch mit einem Vorbehalte für die Halaehah, aus, deren Bestimmungen ihm unabhängigvon der Deutung der bezüglichen Bibelstellen in voller Kraft bestehen und die er, wenn möglich, durch Vermittelung in Uebereinstimmung mit seiner Erklärung setzt: zu 2 Mos. 23, 19; zu 3 Mos. 19, 20; 25, 46; zu 4 Mos. 15,39; 28, 15 (14); zu 5 Mos. 21, 13; 23, 12.18; 25, 2. 9. Dochgiltihm die auf die Halachahzielende Deutung nur als Anlehnung (אסמכתא) oder als Erinnerungsmittel (זכר) für die ohnehin unzweifelhafte Halaehah: zu 1 Mos. 1,28; zu 2 Mos. 21,7 in beiden Commentaren; zu 3 Mos. 19, 20; 23, 40; zu 4 Mos. 27, 11. — Vgl. auch die Einleitung zu dem andern Pent.-Comin. ed. Friedländer S 5 Z.21f. — ד) Vgl. Einleitung zum kurzen Comm. zu Dan. ed. Mathews in A. Loewy’s Miscellany of Hebreio Literatnre Voi. n, London 1877 hebr. Th. s. 1: על כן נשען במצות וחוקים ומשסטים על דבריהם ואף כי הדברים עתיקים 8 — .והם ז״ל דרשו וחקרו היטב דרכי התורות עד שהוציאו לאור תעלומי המצוות) I. E. führt in seinen Commentaren viele Beispiele dieser aus der karäisehen Literatur hinreichend bekannten Behauptung an. Vgl. auch Abtheilung II dieser Einleitung. Nachtrag: 1) Zu S. 24 A. 10: אר3ע דרכים bereits richtig in N; 2) S. 29'A. 10 vorletzte Zeile: חלוף pp richtiger in B N.