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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1882-01-01 · 1882 · page 17

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1882
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720949--16-2723633
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13 Schaltjahre einsetzen. Ist es nichtsdestoweniger geschehen, so hat die in Galilaea erfolgte Intercalation Giltigkeit, die im Auslande erfolgte nicht. Kann man in Judaea aus irgend welchen Gründen nicht intercaliren, so darf man es in Galilaea und im Auslande thun. So haben die Propheten Jeremia, Ezechiel und Baruch im Auslande intercalirt. Dann folgt mit einigen Varianten, aber nicht als Dialog, die oben mitgetheilte Erzählung von Chananja, dem Neffen des R. Josua, der unter Verletzung des Gesetzes intercalirt hatte. Die beiden Gelehrten aus Judaea, welche drei Schreiben überbrachten, hiessen nach dieser Relation R. Josua und R. Nathan, der Ort hiess Nehar Pakor. Am Schlüsse beruhigt R. Juda ben Betera aus Nisibis den Chananja damit, dass er ihm sagt, man müsse sich den Verordnungen des Synhedrion in Judaea fügen. Darauf ritt R. Juda ben Betera zu den nahe gelegenen Gemeinden, um die von Chananja eingesetzten Feste zu widerrufen. Die Gemeinden aber, die er nicht erreichte, feierten die von Chananja eingesetzten Feste. Die in dem oben erwähnten Dialoge zwischen Chananja und den beiden Gelehrten angeführte Stelle, dass Akiba ben Joseph ebenfalls im Auslande intercalirt habe, und die darauf erfolgte Antwort fehlen in dem Berichte des jerusalemischen Talmuds. Ueber das im jerusalemischen Talmud1) erwähnte Vergehen Chananja’s, des Neffen des R. Josua, welches in Beziehung zum Tode der beiden Töchter Samuels gebracht wird, siehe weiter unten.2) Einige andere Fälle von Intercalationen im Auslande werden von den Tosafot3) zusammengestellt und die Gründe, aus denen sie gestattet sein mochten, ausfindig gemacht. In der Mischna1) beginnt R. Akiba einen Satz mit den Worten: Als ich nach Nehardea ging, um ein Schaltjahr anzuordnen u. s. w. Die Gütigkeit dieser Handlung wird damit motivirt, 5) dass R. Akiba keinen ihm ebenbürtigen Gelehrten in Palästina zurückgelassen habe. Ferner wird mitgetheilt, 6) dass R. Meir nach Assia, einer Stadt ausserhalb Palästinas, gegangen sei, um ein Schaltjahr einzusetzen, was nur geschehen sei, weil in Palästina irgend ein Ereigniss die ג) Ketubot II, 6. 2) Vergl. Grätz Geschichte IV. Note 21, woselbst durch Emendation die Intercalirenden im Auslande nicht als solche, sondern nur als Sendboten der Intercalation und der Monatsbestimmung aus Palästina aufgefasst werden. 3) Jebamot IT5a• 4) Jebamot XVI, 7. 5) Berachot 63a. 6) Megilla 18b und Tosefta Megilla cap. 2.

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