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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1880-01-01 · 1880 · page 121

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1880
Date
1880-01-01
Page
– (sequence 121)
Language
German
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IRI
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117 Tadel unter den Menschen»1). Der eigentliche Prophet aber besitzt die Gabe der Weissagung, die als eine selbstverständliehe Eigenschaft desselben einer weiteren Erörterung für RSBM nicht bedarf. Sie ist das Merkmal, woran, nach den Erklärungen der h. Schrift, der wahre Prophet erkannt wird, im Unterschiede von dem falschen, — vorausgesetzt, wie RSBM hinzufügt2), dass nicht Busse und Besserung etwa ein geweissagtes Uebel abwenden, wie die Beispiele Chiskijah’s3) und der Einwohner von Ninive4) zeigen. Ueber Bileam, dieses räthselhafte Gemisch eines Zauberers und Propheten, hält RSBM sich mit Untersuchungen nicht auf, lässt es dahingestellt5), ob er vor seiner Berufung zu Balak durch eine wirkliche Prophetengabe oder durch Zauberkünste geweissagt habe, glaubt aber6) die Fähigkeit prophetischer Verzückung — im Gegensatz zu anderen Erklären!7) — ihm während der Segnung Israels auch bei Tage und in wachendem Zustande zusprechen zu dürfen. IV. An den Wundern der biblischen Erzählungen findet RSBM nichts Räthselhaftes; sein Glaube war durch entgegen* wirkende Einflüsse nicht erschüttert. Doch verhält er sich dazu verständig und massvoll. Obwohl er keinen Anstand nimmt8), auch ein nicht ausdrücklich angegebenes Wunder, abweichend von Anderen9), anzunehmen, wo die Auslegung einer Stelle es zu fordern scheint, so ist er keinesweges wundersüchtig, findet die natürliehen Mittel bei der Hervorbringung von Wundern sehr angemessen10) und widerspricht der Agadah in der Annahme derselben, wo das Schriftwort ohne solche verstanden werden kann11). — Die Urim undTummim aber am Brustschild des Hohenpriesters hält er *) Zu 2. M0S. 15, 20. 2) Zu 5. Mos. 18, 22. 3) 2. Kön. 20, 1—6. 4) Jon. 3, 10. 5) Zu 4. Mos. 22, 6. 6) Das. zu 24, 4. 7) Raschi und Ibn Esra z. St. 8) zu 2 ויצא העם. mos. 16, 4. ף ibn esra z. st. 10) Zu 2. Mos. 14, 21. ״) Zu 5. Mos. 32, 10 (S. 35 A. 2) gegen Sifre bei den zwei palaestinischen Targumen und bei Raschi (S. 71 A. 2 Schl.); — zu 2 זה אלי. Mos. 15, 2 in einer bei Isaak haleyi in פענח רזא erhaltenen, in unserer Handschrift wahrscheinlich ausgefallenen Erklärung r. samuel’s אף על פי שלא ראוהו שייך לומר לשון יזה» כמו כי זה משה האיש gegen Mechilta bei den fialaest. Targumen und bei Raschi. Dass in dem uns erhaltenen Pent. - Commentar auch sonst Einzelnes ausgefallen sei, zeigen R. Samuel’s Worte zu 2 סמים. Mos. 30, 34 Anf.: ככר פירשתיו למעלה> während סמים nirgends vorher in dem jetzt vorliegenden Comm. sich erklärt findet.

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