Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1880
- Date
- 1880-01-01
- Page
- – (sequence 110)
- Language
- German
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106 den Rücken des Heeres zu decken1). Diese gefährliche Lage habe auch Jakob zu dem Ausrufe veranlasst: «Zur Hülfe für dich (o Dan!) hoffe ich auf den Ewigen»2). 7. Der Stamm Gad wiederum sei wegen seines Zuges an der Spitze der übrigen Stämme (5. Mos. 3, 18) von Jakob gepriesen worden. «An Gad wird die Schaar Israels sich anreihen; er aber wird sich ihnen anreihen beim Rückzuge»3). 8. Ein anderes Lob habe Naphtali empfangen. «Schnellfüssig wie eine Hindin im Kampfe, bringe dessen Mannschaft eilenden Fusses auch die erste Freudenbotschaft (אמרי שפר) von dem errungenen Siege»4). 9. Mit einigem Zwange verbunden ist sein im Uebrigen gelungenerVersuch, sinnverwandte Ausdrücke durch eine bestimmtere Erklärung auseinanderzuhalten5). 10. Bei den wechselnden Namen, welche für Jitro an verschiedenen Stellen der h. Schrift gebraucht zu werden scheinen, entscheidet RSBM sich für die Annahme, Chobab (4. Mos. 10, 29; Rieht. 4, 11) sei Jitro, der Schwiegervater Mos eh's; Reuelaber sei Vater des Jitro, also Grossvater der Zipporah gewesen6). 11. Gern kommt er wiederholentlich auf eine Erklärung zurück, die einem oft gehörten Vor würfe gegen die Vorfahren Israels begegnen soll. Nicht mit der Absicht einer Täuschung, sagt er, haben die Israeliten vor ihrem Abzüge aus Aegypten goldene und silberne Geräthe nebst Gewändern geliehen, sondern sie erbaten sich dieselben zum Geschenke und die Aegypter hiessen sie nur fordern7). 12. «Schwer an Mund und schwer an Zunge» könne, meint RSBM, bei einem Propheten wie Moseh, dem Gott sich in auszeichnender Weise offenbarte und die Torah für Israel einhändigte, unmöglich einen Naturfehler in der Aussprache bedeuten. Es sei vielmehr nur ein Mangel an Geläufigkeit in der ihm durch lange ג) Zu I. Mos. 49, 16. 2) Zu 1. Mos. 49, 18 (S. 40 A. 3). 3) Zu*1. Mos. 49, 19. 4) Zu 1. Mos. 49, 21. ö) Zu 2. Mos. I, 7. ף Zu 2 אל רעואל. Mos. 2, 18. ד) Zu 2. Mos. 3, 22; 11, 2; 12, 36. Vgl. ob. S. 86 A. 1 Schl. — In der That heisst שאל ebensowohl fordern und bitten wie leihen. Uebrigens hatte R. Chananel dieselbe Erklärung bereits früher gegeben (Berliner, Migdal Chananel S. 29. 32 und XXIV unten), ohne dass RSBM es wusste. — S. auch Lipmann, Nizzachon § 49.