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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1879-01-01 · 1879 · page 18

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1879
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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IRI
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17 146 und 166 regiert haben.1) Von hier an herrscht völliges Dunkel. Wie lange hat sich das mesenische Königreich noch behauptet? St. Martin nahm an, dass es sich noch Ms tief in die persische Zeit erhalten habe. Reinaud widerlegte diese Behauptung und stellte mit Gewissheit auf, dass mit dem Siege der Neuperser über die Parther oder durch die Niederlage des letzten Artaban vor Ardeschirs ungestümer Kriegsführung 225, auch die Selbstständigkeit Mesene’s ein Ende genommen habe. Ganz bestimmte Zeugnisse liegen für diese Thatsache nicht vor. Ob der nabatäische König Bad (Obad?), Sohn des Berd, welcher in Jrak residirte, und zu dessen Eigenthum auch Kasr Jbn-Hobeirah (südwestlich von Babylon) gehörte, der zuerst unter Ardeschir’s Streichen gefallen ist, ob dieser Bad König von Mesene gewesen ist, kann durchaus nicht mit Bestimmtheit behauptet werden, und eben so wenig, ob der König von Baharein, welcher sich bei Ardeschirs Annäherung von der Höhe der Citadelle gestürzt hat.2) Wir werden aber im Stande sein, zur Entscheidung dieser Frage eine talmudische Notiz heranzuziehen. Für die innere Geschichte Mesene’s ist noch folgendes bekannt. Da es als grosser Stapelplatz für Transitohandel diente, so waren ausser der Haupstadt Charax noch andere gut gelegene Städte als Stationen von besonderer Wichtigkeit. Mehrfach wird eine Stadt Phorath genannt. Sie hatte schon zur Plinius’ Zeit, oder richtiger z. Z. seines Gewährsmannes Isidorus Characensis, eine bedeutende Handelsblüthe. Der erste nennt sie Fora und bestimmt sie geographisch, dass sie an den Ufern des Pasitigris gelegen, eme Station für die von Petra kommenden Karawanen war, und dass die Fahrt von hier nach Charax bei *) liev. num. XV. 138. 2) Bei Heinaud 211 nach Masudi und Mirkond. 2

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