Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1879
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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14 Geschäftsfreunden. Die für die Lehre des Judenthums gewonnenen Familienglieder dieses Königs haben es wohl nicht an Bekehrungseifer fehlen lassen. Frauen sind ja die geschicktesten Missionäre de Propaganda ■fi.de. — Nebenher folgt noch aus der Bekehrungsgeschichte, dass der adiabenische König Monobaz und der messenische Abinerglos. eng befreundet waren, wohl um gegen das eroberungssüchtige Parthien Front machen zu können. Yon Abinerglos’ Nachfolger ist wiederum lediglich Name und ein chronologisches Datum bekannt. Er hiess Adinnerglos und liess 333 Sei. eine Münze schlagen 21 nachchristl. Zeit. Zwischen diesem und dem zweiten Nachfolger ist eine Lücke, wie Herr Waddington mit Recht angenommen hat; denn der Attambelos, von dem sich am meisten Münzexemplare erhalten haben (den man Attambelos II. nennen muss), hat bis tief in die zweite Hälfte des ersten Jahrhunderts hinein gelebt, kann also nicht unmittelbarer Nachfolger des Königs gewesen sein, der im Beginn des dritten Jahrzehnts regiert hat und auf der Münze den Kopf eines bereits ältlichen Mannes zeigt. Yon diesem Attambelos kannte H. Waddington nur 6 Münzexemplare, welche die Data von 363 Sei. bis 372 zeigen (51 — 60 christl. Zeit). Herr Longperier hat aber eine ganze Reihe von Münzen mit demselben Namen gesehen, welche bis zum Jahre 383 Sei. 71 reichen. Ja, dieser will sogar eine Münze mit demselben Namen diesem König vindiciren, welche das Datum 415 103 trägt.1) Demgemäss würde auch diesem die Münze mit der Jahreszahl 412 angehören — 100, welche H. Waddington einem Attambelos III. zuschreibt. Diese Differenz müssen die Numismatiker unter sich ausmachen. Zu bemerken ist aber dabei, erstens dass der Beweis, den Herr Longperier dafür geltend macht, gegen ihn spricht. Er beruft sich nämlich auf das Zeugniss Lucians, welches v) Reu. num. ZF. 137.