Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1879
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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13 Namen ’Aß1v/)pyX0<; und hat das Datum 321 Sei. 9 nachehristl. Zeit. Ohne Weiteres muss man darauf kommen, Abinerglos mit dem von Josephus genannten Abennerigos Xxaobou Xdpa/JK /?«ffic/sc1) zu identificiren. An den Hof dieses Königs sandte der adiabenische König Monobaz seinen jüngsten Lieblingssohn Izates, um ihn vor feindseligen Anschlägen seiner neidischen altern Stiefbrüder zu schützen. Das, was Josephus weiter von derBekehrung dieses adiabenischen Prinzen zum Judenthum erzählt, hatnichtbloss für Adiabene, sondern auch für CharakeneBedeutung. Ein jüdischer Kaufmann Namens Ananias hatte Zutritt zum Hofe des Königs Abennerigos oder Abinerglos und zu den Frauen desselben und durfte diese im Judenthume unterweisen, d. h. sie lehren, Gott nach judäischer Weise zu verehren. Durch diesen Kaufmann wurde auch desKönigsTochterSamachos zum Judenthum bekehrt, und sie brachte ihrem jungen Gatten, dem adiabenischen Prinzen Izates, Vorliebe für diese Lehre bei, die er später, auf den Thron von Adiabene gelangt, in sein Land einführte. Diese Vorgänge fallen innerhalb der ersten 15 Jahre nachehristl. Zeit, in deren Rahmen die Regierung Abennerigos’ eingespannt ist. Einige Wichtigkeit haben auch die daraus sieh ergebenden Thatsachen, dass judäische Geschäftsleute nach Charakene zu kommen pflegten, und dass es dort auch Proselyten gegeben hat. Bezeugt sind allerdings lediglich Proselytinnen am Hofe oder in den Frauengemächem des Königs. Allem ein solches Beispiel von oben blieb schwerlich ohne Nachahmung in dem Volkskreis, der mit dem Hofe in Verbindung stand. Und dann hat der Kaufmann Ananias, mag er auch nicht ein zelotischer Propogandist gewesen sein, wohl seine Bekehrungsversuche nicht mit den Frauen des Hofes begonnen, sondern wahrscheinlich mit dem ihm zunächst stehenden Kreise, den *) Alterthümer XX. 2. 1.