Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1879
- Date
- 1879-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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7 Aber so bedeutsam dieser Winkel am persischen Golf auch eine Zeit lang war und so oft er auch von griechischen und römischen Schriftstellern genannt wird, so ist seine Bevölkerung, seine Geschichte und seine Eigenthümlichkeit doch nur spärlich bekannt. Plinius der Aeltere hat zwar viel darüber tradirt, oder eigentlich das Meiste, was bis zu seiner Zeit darüber zusammengestellt war, nacherzählt•, seine Angaben über Mesene sind durchaus authentisch und um so zuverlässiger, als sie meistens von einem mesenischen Landsmann, von Isidorus von Oharax, stammten. Aber diese Materialien genügen durchaus nicht, einen vollen Begriff von Mesene zu gewinnen, und noch weniger die Geschichte dieses Landes zu reconstruiren. Noch viel weniger bieten die gelegentlichen Notizen über Mesene bei Josephus, Lucian, (oder Pseudo-Lucian),DioCassius, AmmianusMarcellinus, Philostorgius und Stephanus Byzantius. Die gelegentlichen Berichte arabischer Schriftsteller vermehren nur um ein Geringes das aus griechischen und römischen Schriftstellern gezogene Material; sie genügen kaum, die Topographie Mesene’s genau fixiren zu können. Glücklicherweise ist in letzter Zeit eine grosse Menge mesenischer Münzen aufgefunden worden, und es ist auch gelungen, sie richtiger als früher, hei der Bekanntschaft mit nur wenigen Exemplaren, zu entziffern. Diese Mittel geben den geschichtlichen Untergrund, nicht nur die Reihenfolge der meisten mesenischenKönige, sondern auch so ziemlich ihr e Regierungszeit zu erkennen. Das Prägungsjahr der mesenischen Münzen ist nämlichmeistens deutlich neben dem Namen des regierenden Königs angegeben, und es sind noch Embleme hinzugefügt, welche auch Beziehungen der mesenischen Regenten zu andern Fürsten errathen lassen. Die Prägungsjahre dieser Münzen sind nach der seleueidischen Aera datirt. Eine gesicherte Chronologie ist an sieh schon ein fördersames Hilfsmittel für die Geschichte. Durch diese Münzenfunde sind die Resultate der geschätzten Monographien zweier bedeutenden französischen Schriftsteller über Mesene (St. Martin und Reinaud)