Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1870
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite IX (sequence 11)
- Language
- German
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IX zu ermitteln war. Dem Druckorte folgt der Name des Druckereibesitzers oder des Druckers. XIV. Datum. Jahreszahlen werden auf den Titeln hebräi־ scher Werke meist in der bei den Juden gebräuchlichen Weltschöpfungsaera ausgedrückt. Diese Angabe geschieht aber nicht immer direkt, sondern sie wird, da bekanntlich die hebräisehen Buchstaben auch Zahlenwerth haben, oft durch irgend ein hebräisches Wort oder einen hebräischen Satz, dessen sämmtliche oder durch den Druck hervorgehobene Buchstaben der Jahreszahl entsprechen, ausgedrückt. Dabei sind bekanntlich die Tausende dieser Jahreszahlen grösstentheils weggelassen, was zu keinen Irrungen Anlass geben kann, da die Erfindung der Buchdruckerkunst in das sechste Jahrtausend der jüdischen Zeitrechnung fallt. Ich habe nun, wenn die Jahreszahl auf dem Titel oder am Schlüsse des Werkes durch ein oder zwei volle Worte dargestellt ist, diese Worte als Jahreszahl angeführt; wo nicht, so ist die berechnete Zähl der Buchstabenwerthe direkt, durch hebräische Buchstaben, die Zahlbedeutung haben, angegeben. Bei jedem Werke ist aber auch das Jahr der jüdischen Zeitrechnung in das Jahr der jetzt üblichen Zeitrechnung übertragen. Bei Werken ohne Jahreszahl oder sonst zweifelhaften Daten ist wo möglich die muthmassliche Jahreszahl mit einem beigefügten Fragezeichen ergänzt, sonst ist diese Angabe ganz weggeblieben. Da der _ Jahresanfang der jüdisehen Zeitrechnung etwa 3 — 4 Monate vor dem Jahresanfänge der jetzt üblichen eintritt, so wird ein und dasselbe Jahr der jüdischen Zeitrechnung nicht immer demselben Jahre der herrschenden entsprechen. Es wird z. B. ein im Jahre 5629 gedrucktes Werk bald dem Jahre 1869, bald 1868 zugewiesen werden müssen. Ist dies letztere der Fall, so füge ich den betreffenden Monat der jüdischen Zeitrechnung hinzu. XV. Approbationen. Die seit dem 17. Jahrhundert als Empfehlung eines Werkes üblichen Approbationen (הסכמות) bilden eine ergiebige Quelle für die jüdische Geschichtsforschung. Ich lasse deswegen bei jedem Werke, wo sich solche hebräische Approbationen vorfinden, die Namen ihrer Unterzeichner nebst deren Wohnort und