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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1868-01-01 · 1868 · page 29

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1868
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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IRI
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21 Traume?) die Worte gesprochen: „Sieh', wohin ich nicht gehen kann, wird es dir leicht werden zu gelangen, wenn du dich nur nicht dagegen stemmst"1). Er schwindelte auch vor, der Prophet Elia sei ihm erschienen und habe ihm befohlen, nach Polen zu gehen; endlich rühmte er sich noch, ein Schutzengel habe ihn auf seiner Reise nach Polen begleitet, den sein eigener Vater ihm nicht habe erklären können2). Es wird wohl der Wahrheit am nächsten kommen, dass Frank in der Türkei keinen Anklang gefunden hat, nicht einmal unter seinen Bekenntnissgenossen, den Donmäh. Und eine Rolle wollte er spielen; das war sein Ehrgeiz. Da er keine Unterthanen hatte, wollte er Anhänger haben, und zwar ihm blindlings gehorsame Anhänger, die ihn zugleich als Fürsten verehren sollten. Seine Sehnsucht nach Polen zu gehen muss indess nicht gar zu stürmisch gewesen sein; denn er hielt sich, wenn wir seinen Worten glauben sollen, noch ein und ein halbes Jahr hier und da in der Wallachei, Moldau und Ungarn auf, am längsten wohl in Bukarest3), warf seine Netze aus und fing auch einige Seelen. Die Mittel für seine Propaganda waren Geld und Blendwerk. Denn andere Mittel standen ihm nicht zu Gebote. Er hatte nicht die schöne und imposante Gestalt seines Vorgängers Sabbatai Zewi. war im Gegentheil recht hässlich. Diejenigen, die ihn im Alter gesehen haben4), entwerfen keine schmeichelhafte Schilderung von Frank: „Von Gesicht war er hässlich und pockennarbig . . . nahmen die hässlich strengen und kalten Züge einen freundlichen Ausdruck an, so erregten sie Furcht und Schrecken". Auch seine Sprache war weder schön, noch herzgewinnend; er sprach leise, kaum vernehmbar5). Er verstand wohl deutsch, italienisch, türkisch und wallachisch (das Polnische hatte er während seines Aufenthaltes in der Türkei vollständig vergessen); aber sprechen konnte er nur den sogenannten fränkischen Jargon*, d. h. die gemischte Sprache der *) Das. p. 46 No. VII. 2) Bei Skimb. das. p. 7 und Nauha Franko das. p. 51. 3) Das. p. 6. Bei Emden I p. 83a heisst es: BtPjnpDD WfflDl. 4) Schenk-Rinck a. a. 0. S. 11. ft) Siehe oben S. 12 Aninerk. 2.

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