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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1865-01-01 · 1865 · page 94

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1865
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 94)
Language
German
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92 ist, da das Responsenwerk des R. Amram verloren .gegangen, nicht zu bestimmen. Die Geonim erwähnen häufig ihre Vorgänger und stets in achtungsvollem Ausdrucke. Vorzüglich geniesst R. Zadok hoher Achtung. Vgl. 4.1,2, wo R. Natronaii, 4. 1,14, wo R. Zemach, und Teschubot Geonim Kadmonim Resp. 43, wo R. Nachschon seiner ehrenvoll gedenkt.2) Doch vermochte nicht das noch so hohe Ansehen eines Vorgängers den späteren Respondenten zu bestimmen, und so findet sich mitunter eine Frage durch mehrere Generationen nicht entschieden.8) Die Responsen ergingen von R. Natronai ab theils in arabischem, theils in hebräisch-talmudischem Dialekt. Das Idiom des Respondenten scheint durch das Idiom des Anfragenden bedingt. Die früheren Geonim correspondirten wahrscheinlich mehr mit den Gemeinden Babylons, wo auch nach der Eroberung durch die Araber das Ostaramäische vorherrschend blieb; mehrere ältere Responsen haben daher auch eine starke aramäische Färbung. Die späteren Geonim erliessen ihre Responsen nach fernen Gemeinden, in denen das Arabische auch unter den Juden die Volkssprache war. Das grosse Responsum des R. Chanina (4. 2, 12) ist nach dem fernem Kairwan gerichtet und in arabischer Sprache verfasst.4) Gehen wir nun an die Untersuchung über die Authentie dieser Responsen. Hier begegnen wir mannigfachen Schwierigkeiten. Es treten uns häufig in dieser Sammlung Autoren gleichen Namens ohne Angabe der Zeit und der Academie, an welcher sie präsidirten, entgegen: so R. Chanina, R. Jehudai, R. Hiläi u. A., deren das Sendschreiben Scherira's mehrere anführt: welchem dieser gleichnamigen Autoren gegelangte aber durch äussere Umstände nicht zu dieser Würde. Vgl. Scherira, Sendschreiben S. 118. a) Nur B. Ha'f spricht mit weniger Achtung von seinem Schwiegervater Samuel b. Chofni (4. 6, 20), mit dem er auch in sonstigen Punkten nicht einverstanden war. *) Vergl. 4. 4, 71. Diese Differenz noch zwischen S. b. Chofni 4. 6, 9 und R. Hai 4. 6, 20. 4) Doch ist das Sendschreiben Scherira's an die Gemeinde zu Kairwan in aramäischem Dialekt abgefasst. Hier im Verhältniss, wie wir es oben S. 21 Anm.4 in den Resp. des Alfasi wahrgenommen haben, der auch an Gelehrte arabisch, und Ibn Migasch, der in solchem Falle hebr.-talmudisch respondirt. - ,

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