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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1863-01-01 · 1863 · page 4

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1863
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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IRI
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Die zahlreichen Schriften, die auf den Namen Albert des Grossen1) gehen und die in der keinesweges vollständigen Edition des Dominikaners Jammy 21 Folianten füllen, strotzen von einer solchen Menge von Autorennamen, dass man kaum berechtigt zu sein scheint, von dem Verhältnisse Albert's zu einem einzelnen Autor zu reden, und wäre dieser Autor selbst — Moses Maimonides. Denn wenn auch der Name des „Rabbi Moses aus Aegypten" gar häufig in Albert's *) Ueber Leben und Schriften Albert's ist vielfach gehandelt worden. Wir verweisen denjenigen, der sich sowohl über Leben und Schriften wie über die Literatur, die sieh an sie knüpft, orientiren will, auf die Monographie von Dr. Sighardt: „Albertus Magnus. Sein Leben und seine Wissensehaft. Regensburg 1857." Albert ist 1205 (Maimonides starb 1204), nach Anderen schon 1193 in Lauingen im baierischen Schwaben geboren, studirte in Padua, trat in den Dominikanerorden und lehrte in Cöln, später auch in Paris, von wo er jedoch wieder nach Cöln zurückkehrte. Daselbst starb er 1280, nachdem er vorher Bischof zu Regensburg gewesen war. Sighardt zählt S. 288 ff. die Unzahl von Schriften auf, die Albert zugeschrieben werden, und bestimmt nach den kritischen Untersuchungen von Jammy und namentlich J. Quetif die Echtheit oder Unechtheit derselben. Zu rügen ist, dass Sighardt, obwohl ihm Jourdain's Untersuchungen bekannt sind (Forschungen über Alter und Ursprung der lateinischen Uebersetzungen des Aristoteles von Jourdain, aus dem Französischen übersetzt von A. Stahr), dieselben dennoch nicht zur Genüge benutzt, da er beispielsweise die Zweifel, die dieser S. 326 gegen die Echtheit der Politik des Albert vorbringt, nicht berücksichtigt. Indessen entscheidet sich Jourdain selbst nur für späte. Abfassung, nicht für Unächtheit der in dem 4. Bande der Jammy'schen Edition sich findenden libri octo PolitiCorum. Wir citiren in unserer Abhandlung nach der einzigen Gesammtausgabe aller zur Zeit der Ausgabe bekannten Werke des Albert: B. Alberti magni opera in lucem edita studio R.Petri Jammy XXI Vol. Fol. Lugduni 1651 und schliessen von der Benutzung selbstverständlich aus die von der Kritik als unecht bezeichneten Schriften, die in unsere Edition gekommen sind. Ausserdem bemerken wir, dass die meisten uns interessirenden Schriften Albert's, wenigstens sämmtliche sogenannte physische Schriften, wahrscheinlich vor 1250, sicher jedoch vor 1264 verfasst sind (vgl. Jourdain-Stahr S. 288). Da nun diese Schriften eine vertraute Bekanntschaft mit dem More Nebuchim des Maimonides zeigen, so ist die Thatsache, dass Maimonides' More nicht gar lange nach dessen Erscheinen in hebräischer Uebersetzung auch für das christliche Abendland in's Lateinische übertragen wurde, unzweifelhaft. Der Titel, unter dem die Maimonidische 1

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