Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1862
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2720904-2720917-2720918--0448-2721690- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
VI Stipendien begründeten in diesem Jahre: Frau Clara verw. M. Bondi in Dresden übergab dem Seminar 300 Thlr., deren Zinsen zu einem Stipendium bestimmt sind. Zu demselben Zwecke übergab Herr M. Sochaczewski von hier dem Seminar 100 Thlr. Die Herren Vertreter der israelitischen Culturgemeinde zu Wien haben das jährliche Stipendium von 100 Fl. auf 200 Fl. vermehrt. Der Seminarbibliothek übergaben ferner: Herr Professor S. D. Luzzato zu Padua den von ihm ins Italienische übersetzten Pentateuch unter dem Titel: II Pentateuco volgarizzato ad Uso degl' Israeliti. 3 Volumi. — Herr Prediger Dr. A. Jellinek in Wien mehrere von ihm verfasste Schriften, als: Philosophie und Kabbala, Marsilius ab Inghen u. a. — Herr S. J. Mulder in Amsterdam: Hebreeuwsch-Nederduitsch Handwoordenboek. — Frau Wittwe D. Sklower von hier: Schun Luchoth Habrit, Pßalmen, Tikkun Schelomo, sämmtlich mit Randbemerkungen von R. Jesaia Pick. — Herr Dr. Harrwitz in Berlin: Münk, Geschichte der röm. Literatur, 3. Band. — Herr Bankier B. Frank von hier eine Bibel. — Herr Dr. J. Hecks eher aus Copenhagen: Dänische Sprachlehre von J. Heckscher. Herr Bankier J. Prinz von hier bedachte die Anstalt, wie jedes Jahr, mit einem bedeutenden Geschenke, -r- Herr Dr. med. J. Lobethal von hier lässt dem Seminar, wie seit dessen Eröffnung, einen bedeutenden monatlichen Beitrag für mittellose Studirende zukommen. — Durch freundliche Beiträge zu diesem Zweck bezeugten ferner ihre Theilnahme die Herren S. K. Frankel in Prag (seit Eröffnung des Seminars), Herr S. Zuckermann von hier, Herr G. A. Itzig aus Hakel, ein Ungenannter aus Graudenz. Die israelitische Gemeinde zu Prag ertheilt ein jährliches Stipendium von 150 Fl. an einen das Seminar besuchenden Prager. — Auf Anregung des Herrn Landrabbiners Dr. S. Meyer zu Hannover bewilligen seit einigen Jahren mehrere trefflich gesinnte Männer daselbst einem das Seminar besuchenden Hannoveraner ein bedeutendes Stipendium. — Die Gesellschaft zur Unterstützung jüdischer dänischer Theologen zu Copenhagen ertheilt einem das Seminar besuchenden Dänen ein jährliches Stipendium von 240 Thlr. — Die israelitische Gemeinde zuBaja ertheilt in Verbindung mit einem Vereine daselbst einem aus ihrer Mitte das Seminar Besuchenden ein Stipendium von 500 Fl. jährlich. — Die Familie Samuel F. Goldberger und Söhne in Pesth hat für einen das Seminar Besuchenden ein jährliches Stipendium von 280 Thlr. bestimmt. Der Seminar-Synagoge wurden werfchvolle Weihgeschenke übergeben von den hiesigen Herren Bankier J. Prinz, L. Milch, A. J. Mugdan, W. Elkischer. Breslau, im December 1861. Dr. Z. Frankel, Director.