Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1862
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
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28 Der Werth des KVn von drei Viertel eines Sela zeigt, dass diese Münze die Bedeutung eines Stater hat, denn R. Chanina erwähnt1"9) einen syrischen Stater fcOTiDH, welcher der achte Theil eines Golddenars ist, d. h. 3 Silberdenare. Damit stimmen die zahlreichen Tetradrachmen von Antiochien überein. Das Korn dieser antiochischen Tetradrachmen ist nach und nach sehr verschlechtert worden, so dass die syrische oder antiochische Drachme, obschon auf den Münzfuss des republikanischen Denars geschlagen, dennoch im Course nur auf drei Viertel des Denars stand, daher das Tetradraclnnon nur drei Denare galt170). Ct. nJfcODp fcO^H Kaesare'ischer Golddenar. Der im Talmud171) als Geschenk für R. Juda Nasi erwähnte ruiTD"^ N""!j"H ist ein Goldstück aus Kaesareia in Kappadokien. Von Augustus wurde nämlich für das gesammte römische Reich das römische Münzsystem bestimmt. Vielen griechischen Münzstätten wurde aber die Erlaubniss zur Prägung von Kupfergeld ertheilt und manchen Städten auch Silbermünzen zu prägen gestattet. Die einzige griechische Münzstätte aber, aus der man Goldstücke kennt, war die von Kaesareia in Kappadokien17'2). Es eignet sich daher ein solch altes Goldstück zu einem Geschenke, welches dem R. Juda Nasi überbracht wurde. &. fpTU -tfj'H'-nD *Tün Gordianischer Denar, Der Talmud173) giebt für ein Grössenmaass den mehr als das As gekannten n^mp frn^" an, und zwar denjenigen, welchen man unter der Pumbedita'schen Kleinmünze findet. Raschi hält diese Münze für eine armenische. (Als Begründung dieser Meinung kann wohl gelten, dass önkelos zu 1 M. 8, 5 das BTW "HH durch Tilp "mtO wiedergiebt. Vergl. das Targum Jonathan zu dieser Stelle.) Mussafia liest j1vT1tt, dann wäre es ein Gordianischer Denar174). Der Mdrasch Rabba175) und der palästinensische Talmud176) geben als Maass die Dicke des Gordianischen Denars an. S. iTün Arabischer Denar. Auch einen arabischen Denar führt der Talmud177) an, und werthet ihn in folgender Weise aus. Kpri KÖG) W tfOfcm pttW jUW irun '»bpnöZS ^pnfc pwy xvb TT!____d. h. 20 Denare sind 28^ -farabischen Denaren gleich. Die Erklärung dieser Gleichung giebt Raschi zur Stelle im Namen der Geonim, dass nämlich sieben der gewöhnlich im Talmud angegebenen Denare zehn arabischen Denaren gleich seien. Diese Interpretation stellt allerdings das nächste in ganzen Zahlen 169) Bechoroth 49, b. 170) Mommsen a. a. 0. pag. 38 und 715 ff. 171) Aboda Sara 6, b. 172) Eckhel, Doctrina numorum veterum. tom. III, pag. 187. ,73) Chulin 54, b. 174) Vergl. jerusalemischen Talmud Ketuboth 31, 4. 175) pag. 173, c. 176) Chagiga 79, 4. 177) Bechoroth 49, b. 50, a.