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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1862-01-01 · 1862 · page 25

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1862
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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•23 locale Ursache. In Palästina gehörte nämlich das Silber zu den selteneren Metallen, und hatte der selteneren Circulation wegen gegen das Kupfer einen höheren Werth, als im Auslande, mithin das Silbergeld einen höheren Cours, als das Kupfergeld. Dieser Werth des Denars von 24 As war noch nicht die grösste Anzahl von As, die man für einen Denar erhielt. Aus dem Talmud129) ersieht man, dass, durch Coursschwankungen veranlasst, der Denar auch 32 As gegolten hat. Diese letztere Coursschwankung wird im jerusalemischen Talmud 30) von zwei entgegengesetzten Standpunkten angesehen. Der eine lässt sie durch Steigen oder Fallen des Silberpreises, während das Kupfer einen festen Preis behält, der andere durch Steigen oder Sinken des Kupferpreises, während das Silber einen festen Preis behält, entstehen. Dass der Denar aber unter 24 As stehen sollte, kommt nirgends vor. Es war dies daher ein normirter Preis, unter welchen wegen des besondern geringen Vorhandenseins des Silbers niemals gegangen wurde, so dass das Silbergeld über seinen Nominalwerth stieg. Die Mischna131) giebt den Werth des Pondion in folgender Weise an „Wenn jemand einen Assar als Auslösegeld für „zweites Zehnt" hinlegt und darauf für einen halben Assar verzehrt, dann aber an einen andern Ort hingeht, wo für einen Assar ein Pondion gezahlt wird, so kann er für noch einen Assar „zweites Zehnt" essen", da der örtliche Werth als Norm betrachtet und die Hälfte, die er verzehrte, als die Hälfte des jetzigen Werthes angesehen wird. Daraus geht hervor 1 Pondion 2 Assar. Dieselbe Gleichung geben auch die Tosifta132) und der Talmud133) an. Da nun das römische Dupondiiun auch 2 As hatte und die Mischna134) das Pondion auch "■p^iO^n ]1"HJ1D nennt, so findet man das Pondion im römischen Dupondium wieder. Die Mischna13 ö) sieht die Preiserhöhung einer Waare auf den sechsten Theil des Kaufwerthes als verbotene Uebervortheilung an und drückt dies aus „Die Uebervortheilung findet beim Werthe eines Sela statt, wenn sie 4 Silberstücke, von denen 24 in einem Sela enthalten sind, beträgt". Ferner haben die Tosifta136) folgende Stelle „Wie viel darf ein Sela leichter sein, dass es noch nicht beim Ausgeben desselben als Uebervortheilung erscheine. R. Meir sagt, der Sela kann um 4 Assar leichter sein, je 1 Assar auf einen Denar". Hieraus folgt, 1 Sela 24 Silberstücke, 1 Sela 4 Denare, also 4 Denare 24 Silberstücke und 1 Denar 6 Silberstücke. Da aber die Tosifta137) und der Talmud angeben, 1 Denar 6 Silbermaah, so ist ,29) Kidduschin 12, a. ,3H) Kidduschin 58, 4. 131) Maaser Scheni IV, 8. 1D\S V^J/ folN 1pl3iB2 NU!1 KlH ni TO DipD^ "J^m ysn vh]} fetfl "ID^K rPJOn 132) Maaser Scheni 4. 133) Kidduschin 12, a. Jerusalem. Talmud Kidduschin 58, 4. 134) Kelim XVII, 12. 135) Baba niezia IV, 3. 136) Maaser Scheni 3. Mischna Baba mezia IV, 5. Sifra Behar 3. J3T) Baba bathra 5. Talmud Kidduschin 12, a. Jerusalem. Talmud Kidduschin 58, 4. E. Silbermaah.

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